Warnstreiks bei Hydro: 128 Jobs auf dem Spiel

Kundgebung der IG Metall, Frau mit einer Trillerpfeife

Warnstreiks bei Hydro: 128 Jobs auf dem Spiel

  • Warnstreiks bei Hydro in Remscheid-Lennep
  • Werk soll Ende des Jahres geschlossen werden
  • Mitarbeiter: "Das war für uns alle ein Schlag"

In Remscheid-Lennep sind am Dienstag (14.07.2020) die Mitarbeiter des Autozulieferers Hydro auf die Straßen gegangen. Mit dem Warnstreik kämpfen sie um ihre Arbeitsplätze. Das Werk soll Ende des Jahres geschlossen werden.

"Das war für uns alle ein Schlag"

Die Konzernleitung hatte bereits Ende Mai der Belegschaft in Remscheid gekündigt. Das Werk habe zwei Jahre hintereinander Verluste gemacht. Die Produktion von Aluminiumrohren wolle man in Dänemark fortsetzen.

Warnstreik bei Hydro in Remscheid

00:37 Min. Verfügbar bis 14.07.2021

Für die 128 Mitarbeiter sei die Entscheidung sehr plötzlich gekommen, sagt Serkan Heme. "Man hat damit nie im Leben gerechnet. Das ist eine Sache von heute auf morgen gewesen. Das war für uns alle ein Schlag. Wir als Hydro-Mitarbeiter können damit gar nicht umgehen. Weil man hat uns einfach abgesägt - von heute auf morgen. Keiner weiß mehr, wie es jetzt weiter gehen soll."

Keine angemessene Abfindungen

Die IG Metall wirft der Konzernleitung vor, ihrer Verantwortung für die Mitarbeiter nicht gerecht zu werden. Forderungen nach angemessenen Abfindungen und einer Beschäftigungsgesellschaft für ein Jahr habe die Geschäftsführung als unangemessen abgelehnt. Deshalb wollte die Belegschaft mit einem Warnstreik am Dienstag an die Öffentlichkeit gehen.

Stand: 14.07.2020, 14:33