"Warmer-Pulli-Tag" trotz Shitstorm an Düsseldorfer Schule

Heizung runtergedreht: Warmer-Pulli-Tag WDR aktuell 08.02.2019 01:28 Min. Verfügbar bis 08.02.2020 WDR

"Warmer-Pulli-Tag" trotz Shitstorm an Düsseldorfer Schule

  • Düsseldorfer Schule dreht Heizung für Umwelt runter
  • Im Vorfeld gab es einen Shitstorm im Internet
  • Schule hatte anonyme Drohungen bekommen

Eine Düsseldorfer Grundschule hat am Freitag (08.02.2019) die Heizung herunter gedreht, um die Kinder für das Thema Energiesparen zu sensibilisieren. Trotz eines Shitstorms im Netz und vieler Beleidigungen und Drohungen im Vorfeld ließ sich die Schule nicht von der Umsetzung abhalten.

Shitstorm im Netz

Im "Nett-Werk Düsseldorf" bei Facebook hatte eine Mutter Anfang Februar einen Informationsbrief der Düsseldorfer Schule hochgeladen.

Unter dem Post meldeten sich dann aber viele andere User zu Wort und kritisierten die Aktion. Der gepostete Elternbrief war missverständlich formuliert, sodass einige Internet-User ihn so verstanden, dass die Heizung komplett ausgeschaltet werden würde.

Bei den Eltern vieler Schüler kam diese Energiesparaktion eigentlich gut an. Bei einem Elternabend war die Aktion im Vorfeld besprochen und abgeklärt worden.

Anonyme Beleidigungen und Drohungen per Mail

Die Düsseldorfer Grundschule erhielt später einige anonyme Beschwerden und Drohungen: Eine Postkarte, 200 E-Mails und sogar eine Morddrohung erreichten die Schule im Laufe der vergangenen Woche.

Schulen in ganz NRW machen mit

Das Prinzip des "Warmer-Pulli-Tages" ist einfach: Die Kinder sollen besonders warm angezogen zur Schule kommen, weil im gesamten Gebäude die Heizungen um ein paar Grad herunter gedreht werden.

Das soll bei den Schülern das Bewusstsein für Energie und die Umwelt stärken. Auch andere Schulen in NRW beteiligen sich an diesem Aktionstag - unter anderem auch in Duisburg.

Korrektur: In einer älteren Version des Textes stand, dass Eltern die Schule kritisiert hatten. Das stimmt so nicht. Die Kritik kam von meist anonymen Usern im Netz. Die meisten Eltern der betroffenen Schüler begrüßten die Aktion.

Stand: 08.02.2019, 14:39

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