Waldsterben im Bergischen Land

Waldsterben im Bergischen Land

Von Timo Spicker

Förster im Bergischen Land warnen vor einem massiven Waldsterben. Schuld sind die Borkenkäfer, die derzeit vor allem Fichtenbestände befallen.

Ein ehemaliger Wald in dem nur noch kaum Bäume wachsen.

Vor wenigen Wochen noch ein schöner Fichten-Mischwald, jetzt eine Kahlfläche.

Vor wenigen Wochen noch ein schöner Fichten-Mischwald, jetzt eine Kahlfläche.

Ein Blick in die Kronen der letzten Fichten, die hier noch stehen: Alles braun.

Die Borkenkäfer haben Spuren hinterlassen. Die Schädlinge bohren sich in die Rinde und zerstören die Nährstoff- und Wasserleitungen. Die Bäume vertrocknen.

Borkenkäfer sind nur wenige Millimeter groß. Aber sie vermehren sich explosionsartig.

Die Baumkronen sind braun, die Rinde platzt ab. Die bergischen Fichtenbestände sind so gefährdet wie seit Jahrzehnten nicht.

Markus Wolff, Leiter des Forstamtes Remscheid, wagt eine düstere Prognose: In zwei Jahren wird es Regionen im Bergischen geben, in denen keine Fichte mehr steht.

Holz für China - in der Region kauft niemand mehr Holz aus heimischen Wäldern. Zu groß ist das Angebot, weil überall Borkenkäfer-Fichten gefällt werden.

Die Sägewerke kommen kaum nach, das Holz zu verarbeiten oder zu verkaufen.

Stand: 24.10.2019, 15:19 Uhr