Waldbrand in Straelen - Einsatz beendet

Waldbrand in Straelen - Einsatz beendet

  • Waldbrand in Straelen vollständig gelöscht
  • Einsatzkräfte bewachten über Nacht Glutnester
  • Brandstiftung oder Fahrlässigkeit nicht ausgeschlossen

Der Brand in einem Waldstück in Straelen am Niederrhein ist laut Feuerwehr vollständig gelöscht. Nach einem 18-Stunden-Einsatz am Samstag mussten auch über Nacht zum Sonntag (05.08.2018) Brandwachen postiert werden, weil es noch entzündliche Glutnester gab.

Erst am Sonntagnachmittag erklärte die Feuerwehr den Einsatz für beendet. Gut 60.000 Quadratmeter Wald wurden zerstört, darunter wertvolle Kiefernbestände. "Der Wald sieht verheerend aus", sagte Feuerwehrsprecher Stephan Derks.

Ausbruch am frühen Morgen

Die Brandursache ist weiterhin unklar. Allerdings kann sengende Tageshitze das Feuer nicht entfacht haben, da es in den frühen Morgenstunden ausbrach. Brandstiftung oder Fahrlässigkeit sind nicht auszuschließen. Im Waldstück sind in der Vergangenheit schon Jugendliche beim Zündeln erwischt worden.

Armeehubschrauber im Einsatz

Seit dem frühen Samstagmorgen waren rund 120 Feuerwehrkräfte aus Deutschland und den Niederlanden im Einsatz, um das Feuer im Wald nahe der A40 zu bekämpfen. Dabei wurde auch ein Löschhubschrauber der niederländischen Armee eingesetzt, der Wasser aus einem nahen Baggersee holte.

Weltkriegsmunition vermutet

Da im Wald Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wurden, musste das Gelände erst durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst begutachtet werden. Dafür wurden mit Baggern zunächst Schneisen in den Wald geschlagen. Die Experten wurde aber nicht fündig.

Feuerwehrfahrzeug bei Brand in Straelen

Löscharbeiten in Straelen

Besondere Brisanz erhielt der Einsatz zudem durch ein großes Reserve-Öl-Lager, das nur 450 Meter entfernt vom Brandort im angrenzenden niederländischen Gebiet steht.

Stand: 05.08.2018, 13:48