Eine Lichtung in einem Waldstück, aufgenommen aus der Luft

Wald um Aachen erholt sich

Stand: 29.12.2021, 09:20 Uhr

Feuchtes Wetter hat den Wäldern im Großraum Aachen gut getan. Die Bilanz der Forstämter für 2021 fällt entsprechend besser aus als in den Jahren davor. 

Das Jahr 2021 war normaler als die vorangegangenen. Der gestresste Wald hat sich etwas erholen können, sagt der Leiter des Regionalforstamts Rureifel-Jülicher Börde, Robert Jansen. Zuerst waren es Stürme, die dem Wald zusetzten, dann kamen ab 2018 Dürre, Hitzewellen und der Borkenkäfer. Dieses Jahr gebe es in den oberen Bodenschichten genug Wasser, in den tieferen "Stockwerken des Waldes“ herrsche aber weiterhin Wassermangel.  

Weniger Schadholz

Der Forstamtsleiter sagt, in diesem Jahr habe der Borkenkäfer weniger Schäden angerichtet. Das merke man an der geringeren Menge Schadholz. Aber erst im Frühjahr wird sich zeigen, wie viele Schädlinge tatsächlich unter der Baumrinde oder im Boden überwintert haben. Mit den wärmeren Temperaturen werden die Schädlinge mobil und schwärmen aus. Dann muss man je nach Situation schnell handeln, sagt Jansen. Das Ziel: Frisch befallene Bäume möglichst schnell aus dem Wald zu holen, damit sich der Schädling nicht weiter vermehren kann. 

Feuchter Sommer gut für den Wald

00:41 Min. Verfügbar bis 29.12.2022


Wiederaufforstung hat begonnen

Auf den Freiflächen wurde mit der Wiederaufforstung zwischen Aachen, Düren und der Eifel begonnen, zum Beispiel mit Traubeneichen, Douglasien und Weißtannen. "Wir pflanzen auf einer Fläche mindestens vier verschiedene Baumarten, um den Wald robuster zu machen", sagt Forstamtsleiter Jansen. Mischwald als Antwort auch auf den Klimawandel, das ist die generelle Leitlinie in ganz NRW bei der Wiederbewaldung von freien Flächen, die wegen Borkenkäferbefalls entstanden sind.