Nahverkehr: VRS wird weniger genutzt

Fahrradmitnahme mit Semesterticket im VRS

Nahverkehr: VRS wird weniger genutzt

  • Weniger Fahrten im Großraum Köln/Bonn
  • Gründe: Sommer, Stürme, Baumaßnahmen
  • Infrakstruktur stoße an Grenzen

Im Großraum Köln/Bonn waren im vergangenen Jahr weniger Menschen mit Bussen und Bahnen unterwegs. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) teilte am Donnerstag (11.04.2019) mit, dass der Rückgang aber minimal gewesen sei. 551, 2 Millionen Fahrten wurden 2018 registriert - 0,8 Millionen weniger als im Vorjahr.

Erstmals seit Jahren Minus - lag es am Sommer?

Bemerkenswert ist die Entwicklung trotzdem: Zuletzt hatte es im Jahr 1994 ein Minus gegeben, sonst war die Zahl der Fahrgäste gestiegen.

Der VRS sieht unter anderem im heißen Sommer einen Grund für den Rückgang - dadurch hätten viele Menschen das Fahrrad bevorzugt. Auch Baumaßnahmen, Stürme und Streiks haben dem Verkehrsverbund zu schaffen gemacht.

Infrakstruktur stößt an Grenzen

Die Millionen Menschen, die täglich Busse und Bahnen nutzen, belegen, dass der ÖPNV ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Lebens ist", erklärte Geschäftsführer Michael Vogel. Dennoch stoße "die Infrastruktur in Köln und der Region an ihre Grenzen." 

Auf den Gleisen könnten also gar nicht oder kaum noch mehr Verkehrsmittel eingesetzt werden, weil zum Beispiel Haltestellen recht kurz seien und weil die Auslastung auf dem Streckennetz ohnehin schon hoch sei.

Milliarden fehlen im Nahverkehr Aktuelle Stunde 25.03.2019 04:52 Min. UT Verfügbar bis 25.03.2020 WDR Von Alexander Roettig

Stand: 11.04.2019, 18:16