Busfahrer soll Frauen mit Behinderung in Bergisch Gladbach sexuell belästigt haben

Zwei Kreide-Männchen stehen nebeneinander, während das männliche dem weiblichen am Rock zupft

Busfahrer soll Frauen mit Behinderung in Bergisch Gladbach sexuell belästigt haben

In Bergisch Gladbach soll ein Busfahrer zwei junge Frauen mit geistiger Behinderung in einem Schulbus monatelang sexuell belästigt haben.

Trotz Zeugen hat die Kreisverwaltung als Aufsichtsbehörde davon offenbar nichts gewusst. Sie muss jetzt aufklären, wie es dazu kommen konnte. Auch das Amtsgericht befasst sich mit dem Fall.

Zeugin hatten Übergriffe gemeldet

Zeugen sollen die Übergriffe beobachtet haben. Sie sollen sich in den Jahren 2018 und 2019 ereignet haben. Eine Bus-Begleiterin, mehrere andere Busfahrer und die Ehefrau des Tatverdächtigen sollen gesehen haben, wie der Fahrer die Schülerinnen an intimen Stellen berührte. Die Bus-Begleiterin hat laut Aussage vor Gericht auch den Fahrdienstleiter des Busunternehmens auf die Übergriffe hingewiesen.

Busfahrer hat gestanden

Dennoch zeigte niemand den Busfahrer an. Erst als die Mutter der Opfer Fotos auf den Handys ihrer Töchter fand, flog der Busfahrer auf. Er hat die sexuellen Übergriffe gestanden. Der Prozess gegen ihn muss aber neu aufgerollt werden, weil es Hinweise auf weitere Taten gibt und die Opfer bisher nicht vernommen wurden.

Stand: 08.09.2020, 06:55