Kölner Rosenmontagszug: Weniger Pferde, strengere Regeln

Kölner Rosenmontagszug: Weniger Pferde, strengere Regeln

Von Sabine Büttner

  • Reiterkorps bereiten sich auf Rosenmontag vor
  • Festkomitee hat die Regeln verschärft
  • Zahl der Pferde im Zug geht zurück

Auch in diesem Jahr werden beim Kölner Rosenmontagszug wieder Pferde dabei sein - nach dem Unfall mit einer Kutsche im vergangenen Jahr allerdings unter strengeren Regularien. Das Festkomitee legt zum Beispiel Wert auf ein Vertrauensverhältnis zwischen Pferd und Reiter. Es fordert von den teilnehmenden Reitern im Zug deshalb, dass die ihr Pferd auch vorher schon öfter geritten sind. Die Reiterkorps führen deshalb zum Beispiel Listen über die Reitstunden, teils auch mit Unterschrift der Reiter.

Weniger Pferde im Zug als vergangenes Jahr

Insgesamt werden in diesem Jahr wieder weniger Pferde im Zug mit dabei sein: Das Festkomitee Kölner Karneval geht derzeit von 300 Tieren aus, im vergangenen Jahr waren es fast 390. Etwa ein Drittel der Tiere wird als Kutschpferd eingesetzt, zwei Drittel werden geritten. Einige Gesellschaften, so das Festkomitee, hätten einzelne Kutschen umgebaut, so dass diese nicht mehr von Pferden gezogen werden.

Vertragsvereinbarung mit Tribünen-Betreibern

Auch hätten einige Vereine Kutschen so umgebaut, dass sie nun ohne Pferde eingesetzt werden können. Damit der Rosenmontagszug für die Pferde, die dabei sind, stressfreier wird, soll er leiser werden - hier sind die Betreiber der Tribünen am Zugweg gefragt. Sie sollen ihre Musik leiser machen, wenn Pferde in der Nähe sind. Nach Angaben des Festkomitees haben das alle Betreiber vertraglich zugesichert. Außerdem werden zusätzlich zu den Pferde-Begleitern mehr Ordner bei den Reitergruppen und Pferdekutschen eingesetzt.

Pferde im Rosenmontagszug

Pferd und Reiter müssen ihre Eignung für den Zug nachweisen.

Im vergangenen Jahr waren bei einem Unfall mit einer Pferdekutsche im Kölner Rosenmontagszug mehrere Menschen chwer verletzt worden, der Fall hatte die Diskussion um den Einsatz der Tiere im Karneval erneut entfacht.

Stand: 26.01.2019, 10:05