Virtuelles Krankenhaus: Oberberg ist Modellregion

Portal für Mediziner: "Virtuelles Krankenhaus" in NRW

Virtuelles Krankenhaus: Oberberg ist Modellregion

  • Modellprojekt des Landes startet in Oberberg
  • Kreiskrankenhaus und Hausarztpraxis machen mit
  • Schnellere Befunde durch virtuelle Vernetzung

Das Land NRW startet das Modellprojekt "Virtuelles Krankenhaus" im Oberbergischen Kreis. Damit sollen auch ländliche Gebiete eine bessere Facharztversorgung bekommen. Wenn die Patienten mit der Facharzt-Überweisung in der Tasche vom Hausarzt kommen, warten sie oft monatelang auf einen Termin beim Haut- oder Augenarzt.

Krankenhäuser und Arztpraxen beteiligt

Landesweit beteiligen sich drei Krankenhäuser und zwei Hausarztpraxen. Im Oberbergischen sind es das Kreiskrankenhaus in Gummersbach und die Lindlarer Hausarztpraxis von Dr. Thomas Assmann. Sie organisieren Online-Sprechstunden als ein Baustein im "Virtuellen Krankenhaus".

Expertenteam arbeitet per Videokonferenz

Der Plan: Ärzte melden sich auf einer digitalen Plattform an und bilden so mit den Krankenhäusern ein Expertenteam. Patientenakten können darüber ausgetauscht werden. Ein Beispiel: Ein Kind leidet an Diabetes und geht deshalb regelmäßig zu seinem Hausarzt. Der holt über das virtuelle Krankenhaus Rat beim Diabetologen ein.

Gründungsausschuss bereitet Projektstart für 2020 vor

Wenn die Vorbereitungen gut laufen, soll das "Virtuelle Krankenhaus" im Frühjahr 2020 starten. Bis dahin müssen noch rechtliche, organisatorische und technische Fragen geklärt werden. Das Land unterstützt das Projekt mit bis zu zwei Millionen Euro Anschubfinanzierung pro Jahr.

Stand: 23.10.2019, 18:07

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