#Codewort: Viersener Initiative zum Kinderschutz

#Codewort: Viersener Initiative zum Kinderschutz

  • Eltern vereinbaren mit Kind ein Codewort
  • Viersener Initiative läuft schon seit 4. April
  • Auslöser war laut Polizei ein Facebook-Post

Die Viersenerin Verena Potthast hat die Initiative "Codewort" ins Leben gerufen. Sie soll Kinder schützen, wenn sie von Unbekannten angesprochen werden. Ein Kennwort soll den Kindern helfen, die Situation richtig einzuschätzen.

Erst wenn ein Fremder das vereinbarte Kennwort nennt, können die Kinder sicher sein, dass er wirklich von den Eltern kommt.

Initiative #Codewort läuft seit 4. April

Auslöser war nach Angaben von Potthast ein Fall in Viersen, bei dem ein zehnjähriges Mädchen von einem Fremden angesprochen worden sei. Der Fremde kannte das vereinbarte Codewort nicht und das Mädchen konnte sich in Sicherheit bringen.

Dieser Fall wurde in einer Viersener Facebook-Gruppe veröffentlicht. Wie die Polizei am Mittwoch (24.09.2019) mitteilte, konnte der Unbekannte bisher nicht ermittelt werden.

Wenige Einzelfälle laut Polizei

Laut Polizei sei Prävention immer gut. Aber die Initiative "Codewort" ziele auf wenige Einzelfälle ab. Denn sexuelle Gewalt werde Kindern sehr selten von Unbekannten angetan, sondern meist von Menschen aus dem persönlichen Umfeld.

Sicherheitskonzept mit Code nicht neu

Ein ähnliches Konzept wie bei "Codewort" sei bereits von Polizei und Kinderschutzbeauftragten entwickelt worden. Doch laut Verena Potthast würden vielen Eltern und Einrichtungen das Konzept nicht kennen. Aus diesem Grund habe sie ihre Initiative ins Leben gerufen.

Unterstützt wird die Viersenerin von Petra Lazik. Sie ist eine ehemalige Hauptkommissarin und Autorin des Kinderbuches "Nein! Nein! Ich steig' in kein fremdes Auto ein!", in dem auch das Konzept "Codewort" Thema ist.

Initiative Codewort

00:40 Min.

Stand: 24.04.2019, 12:05