Brand in Viersen: Mordkommission nimmt Verdächtigen fest

Feuerwehr bei nächtlichen Löscharbeiten

Brand in Viersen: Mordkommission nimmt Verdächtigen fest

  • Mehrfamilienhaus vorsätzlich in Brand gesetzt
  • Mutmaßlicher Täter am Samstag gefasst
  • Keine Verletzten

Der wegen versuchten Mordes gesuchte 35-Jährige, der in Viersen ein bewohntes Haus angezündet haben soll, ist gefasst worden. Er wurde in einem Maisfeld festgenommen, wie die Polizei am Samstag (20.07.2019) mitteilte.

Einsatzkräfte seien auf ihn aufmerksam geworden, nachdem er einen Traktor gestohlen hatte und in das Feld geflüchtet war. Dort griffen ihn die Beamten auf - und stellten fest, dass es sich bei dem Traktordieb um den flüchtigen Tatverdächtigen handelte. Widerstand leistete er bei der Festnahme nicht.

Gehbehinderter Nachbar gerettet

Der 35-Jährige hatte nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei am Donnerstagabend (18.07.2019) mutmaßlich das Mehrfamilienhaus angezündet, in dem er im Dachgeschoss wohnte. Laut Feuerwehr lag der Hauptbrandherd in seiner Wohnung. Sein gehbehinderter Nachbar wurde von der Feuerwehr mit einer Rauchvergiftung gerettet, bevor seine Wohnung ausbrannte.

Mordkommission ermittelt

Die Motive des mutmaßlichen Brandstifters blieben zunächst völlig unklar. Da die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung ausgeht, bei der der Mann auch den Tod des behinderten Nachbarn in Kauf genommen habe, ermittelt eine Mordkommission.

Stand: 20.07.2019, 18:45