Viersener gießen tausend Waldbäume

Freiwillige schleppen Gießkannen in den Wald

Viersener gießen tausend Waldbäume

  • Freiwilige Helfer gießen junge Waldbäume
  • Insgesamt 18.000 Jungbäume vom Austrocknen bedroht
  • Rund 120 Viersener kamen zum zweiten Aktionstag

Bei der ganz besonderen Bewässerungsaktion in Viersen sind am Samstag (20.07.2019) rund 1.000 junge Waldbäume auf den Süchtelner Höhen per Hand gewässert worden. Die jungen Bäumchen, die die Stadt gemeinsam mit Bürgern im Februar gepflanzt hatten, sind vom Austrocknen bedroht, weil ihre Wurzeln noch nicht tief genug in die Erde reichen.

Waldretter-Urkunden für kleine Helfer

Freiwillige füllen Gießkannen mit Wasser

Freiwillige füllen Gießkannen mit Wasser

Die Stadt hatte Freiwillige dazu aufgerufen und rund 120 Helfer kamen am Samstagmorgen mit Gießkannen und Eimern, um zu helfen. Mit dabei auch viele Kinder. Sie erhielten am Ende der Aktion eine Waldretter-Urkunde. Aber auch viele ältere Menschen schleppten Wasser in den Wald. Sie wollten ein Zeichen setzen, sagten sie gegenüber dem WDR.

Schlimmste Trockenheit seit 30 Jahren

In 30 Jahren habe er eine so eine lange Trockenperiode noch nicht erlebt, erklärt dazu Stadt-Förster Rainer Kammann. Er leitet die Gießaktion, die bereits am Mittwoch (17.07.2019) zum ersten Mal stattgefunden hatte.

40.000 Liter Wasser verteilt

Die betroffenen Stellen im Wald kann der Förster mit Fahrzeugen allerdings schlecht anfahren. "Deshalb müssen tausende Bäume von Hand bewässert werden", erklärt Kammann.

Freiwillige reichen sich Wassereimer weiter

Waldretter arbeiten Hand in Hand

Vor dem Wald hat die Stadt zwei große Wasserfässer mit 40.000 Litern aus einem nahe gelegenen Baggersee zur Verfügung gestellt. Dort konnten die Viersener Wasser abfüllen. "Ich hoffe, dass wir mit dieser Aktion unsere Bäume bis zum nächsten Regen retten können, bevor sie vertrocknen", erklärt Förster Kammann.

Hanna Makowka | Stand: 20.07.2019, 11:04