Vier Wochen nach Waldbrand in Gummersbach

Verbrannte Holzstümpfe auf einem abgebrannten Waldstück

Vier Wochen nach Waldbrand in Gummersbach

Von Susanne Lang-Hardt

  • Aufforstung auf verkohlten Flächen dauert noch
  • Feuerwehr reinigt immer noch Schläuche
  • Spaziergänge am Hömerich wieder erlaubt

Wie geht es weiter nach dem großen Waldbrand bei Gummersbach? Vier Wochen ist es inzwischen her, dass die Flammen mehr als 20 Hektar Wald zerstört haben. Es war der größte Einsatz der oberbergischen Feuerwehren seit Jahrzehnten.

Erstes Grün in kahlem Wald

Grashalme keimen auf abgebranntem Waldstück

Zarter Farn und etwas Gras sind momentan die einzigen Farbtupfer auf der Fläche. Die Parzellen gehören privaten Waldbesitzern, die jetzt überlegen, was zu tun ist. Wer versichert ist, wickelt den Schaden erstmal ab. Innerhalb von zwei Jahren muss aufgeforstet werden. Das steht im Landesforstgesetz. Darin steht aber nicht, was und wieviel gepflanzt werden muss.

Eichen, Birken und Lärchen könnten dort einmal wachsen

Ein Förster steht vor einem verbrannten Waldstück

"Der Wald wird ein anderer sein als bisher", sagt Revierförster Michael Cescotti. Und es wird dauern, bis wieder Bäume dort stehen. Seine Angst: Starkregen könnte die ausgetrockneten Böden wegschwemmen. Deshalb wäre eine Möglichkeit, großflächig Gras zu säen. Vorher muss jedoch das verkohlte Holz beseitigt werden. 

Feuerwehren arbeiten noch Schäden auf

Eine durch ein Feuer verödete Landschaft

Versehentlich verursacht hatte den Brand ein 24-Jähriger, der die Tat auch gestanden hat. Fast eine Woche lang waren 1.000 freiwillige Feuerwehrleute aus dem gesamten Oberbergischen Kreis im Einsatz. Die dabei benutzten Wasserschläuche sind immer noch nicht alle gereinigt.

Stand: 18.05.2020, 15:06

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