Hambach: RWE rechnet mit Verzögerung

Schaufelradbagger trägt Erdschichten eines bisherigen Ackers ab

Hambach: RWE rechnet mit Verzögerung

  • Verwaltungsgericht Köln muss über drei Klagen entscheiden
  • Grundstück des BUND liegt im Abbaugebiet
  • 40 neue Baumhäuser im Hambacher Forst

Der juristische Streit um den Braunkohletagebau Hambach geht weiter. Mitte März wird das Verwaltungsgericht Köln über drei Klagen des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen den Tagebau verhandeln. Es geht um ein Grundstück des BUND, das mitten im Abbaufeld des Tagebaus Hambach liegt.

Verzögerungen beim Abbau der Braunkohle

Eigentlich wollte das Unternehmen RWE diese Fläche zum 1. April 2020 in Besitz nehmen. Jetzt hat der Konzern aber bekannt gegeben, den Acker erst zwei Jahre später in Anspruch nehmen zu wollen. Begründet wird dies mit Verzögerungen beim Abbau der Braunkohle in Hambach. Die Umweltschützer feiern damit schon jetzt einen kleinen Erfolg. Sie hoffen, dass die Gerichte einer Zwangsenteignung nicht zustimmen werden.

Räumung neuer Baumhäuser steht kurz bevor

Unterdessen sollen im Hambacher Forst schon bald wieder Baumhäuser geräumt werden. Sprecher der Stadt Kerpen und des Kreises Düren bestätigten am Dienstag (08.01.2019), dass das Land NRW sie dazu angewiesen hat. Grund seien erneut Mängel bei Sicherheit und Brandschutz. Einen konkreten Termin gebe es noch nicht. Seit der letzten Räumung im Oktober sollen im Hambacher Forst bis zu 40 neue Baumhäuser entstanden sein.

Stand: 08.01.2019, 14:27