Adenauer-Ruine für 35.000 Euro versteigert

Die Ruine der für Adenauer gebauten jedoch nie vollendeten Villa in der Vulkaneifel.

Adenauer-Ruine für 35.000 Euro versteigert

  • Adenauer-Haus in der Eifel versteigert
  • Unternehmer zahlt etwa 35.000 Euro
  • Pläne des Käufers sind nicht bekannt

Ein Unternehmer aus dem Großraum Köln hat den Zuschlag für den Kauf der Ruine des sogenannten Adenauer-Hauses in der Eifel bekommen. Er habe das letzte Höchstgebot von 35.000 Euro leicht überboten, sagte Vorbesitzerin L. Ilse Thurner am Dienstag (22.01.2019) in Solingen.

Wochenendhaus in einem Wald bei Duppach

Es handelt sich um die Ruine eines Anwesens, das dem früheren Bundeskanzler Konrad Adenauer mal als Wochenendhaus in einem Waldstück bei Duppach (Kreis Vulkaneifel) dienen sollte: In den 50er Jahren hatte der AEG-Vorstandsvorsitzende Friedrich Spennrath die Baugenehmigung für ein dreigeschossiges Jagd- und Wochenendhaus im Bauhausstil beantragt. Es sollte offenbar ein Geschenk für den Bundeskanzler werden. Adenauer wollte es aber nicht haben. Als die Presse darüber berichtete, wurden die Bauarbeiten gestoppt, das Gebäude verfiel.

Der Käufer des 2000 Quadratmeter großen Grundstücks wolle namentlich nicht genannt werden, sagte Thurner nach Ende der privaten Versteigerung. Nur so viel: "Er ist ein großer Adenauer-Fan." Sie sei froh, dass das Grundstück in gute Hände komme.

Von dem Bieter-Interesse überrascht

Sie hatte es samt Bauruine 2018 geerbt, wollte es aber nicht behalten. Seit Dezember waren rund 50 Gebote eingegangen. "Ich war von dem großen Interesse überrascht", sagte die Unternehmens- und Personalberaterin, die gebürtig aus Duppach stammt.

Pläne des Käufers unbekannt

Thurner berichtete, es habe bei den Bietern sehr unterschiedliche Vorstellungen zur Nutzung des Geländes gegeben: Vom Jagdhaus über einen Platz zum Malen bis hin zu einem Umbau für traumatisierte Feuerwehrleute und Polizisten. Zuletzt waren sechs Bieter im Rennen. Die Pläne des Käufers seien ihr nicht bekannt.

Stand: 22.01.2019, 19:49