Landesverdienstorden: Auch zwei Kölner ausgezeichnet

Armin Laschet überreicht Franz Meurer den Landesverdienstorden

Landesverdienstorden: Auch zwei Kölner ausgezeichnet

  • Kölner Pfarrer bekommt Landesverdienstorden
  • Verleihung in Düsseldorf
  • Geehrt werden Verdienste um das Gemeinwohl

Das Land Nordrhein-Westfalen hat am Mittwochmittag (01.07.2020) zehn Persönlichkeiten für ihre Verdienste um das Gemeinwohl ausgezeichnet. Darunter sind auch der katholische Pfarrer Franz Meurer und der ehemalige Regierungspräsident Franz Josef Antwerpes, beide aus Köln. Ministerpräsident Armin Laschet überreichte den Geehrten den Landesverdienstorden in Düsseldorf.

Meurer organisiert eine der größten Ferienfreizeiten in Köln mit

Der katholische Priester Meurer ist seit 1992 in der Kirchengemeinde St. Theodor und St. Elisabeth in Köln tätig. Mit seinem sozialen Engagement und teilweise unkonventionellen Aktionen für die Menschen, die überwiegend in sogenannten Brennpunktgebieten leben, erlangte Meurer auch überregional Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit vielen Mitstreitern stellt er unter anderem eine der größten Kinderferienfreizeiten vor Ort auf die Beine, das "HöVi"-Land.

Franz Josef Antwerpes, Samy Charchira und Iris Berben

Armin Laschet überreicht Franz Josef Antwerpes den Landesverdienstorden

Franz Josef Antwerpes freut sich über die Auszeichnung

Franz Josef Antwerpes war von 1978 bis 1999 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Köln. Eines seiner Hauptanliegen war unter anderem die Sicherheit im Straßenverkehr. Er war 30 Jahre im SPD-Landesvorstand aktiv und engagierte sich als Beiratsmitglied der „Aidshilfe Köln e.V.“. Samy Charchira ist Sachverständiger der Deutschen Islamkonferenz und Mitglied des Landesvorstandes des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Nordrhein-Westfalen. Er setzt sich seit Jahren für die Institutionalisierung islamischer Wohlfahrtspflege ein. Iris Berben, geboren in Detmold, sei noch heute tief mit dem Land Nordrhein-Westfalen verbunden, hieß es. Sie engagiere sich in herausragender Weise ehrenamtlich gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus und arbeite in verschiedenen Vereinen mit Sitz in Berlin. Von 1998 bis 2008 war sie Kuratoriumsmitglied der Deutschen Aids-Stiftung mit Sitz in Bonn.

Carolin Emcke, Wolfram Kons und Miriam Meckel

Armin Laschet überreicht Carolin Emcke den Landesverdienstorden

Armin Laschet überreicht Carolin Emcke den Landesverdienstorden

Die Journalistin Carolin Emcke, geboren in Mülheim an der Ruhr, engagiere sich seit 2018 im Kuratorium der Düsseldorfer Gerda Henkel Stiftung, erklärte die Staatskanzlei. Emcke gebe Denkanstöße und analysiere das Zeitgeschehen. Sie berichtete aus Krisenregionen und ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Wolfram Kons moderiert seit 1996 jährlich den 24-stündigen RTL-Spendenmarathon. Seit 1997 engagiert er sich als Mitbegründer und Vorstandsmitglied in der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ und ist seit 2005 Gesamtleiter der Stiftung “RTL/RTL Charity”. Miriam Meckel war von 2001 bis 2002 Staatssekretärin für Medien und Regierungssprecherin des Landes und später Staatssekretärin für Europa und Medien. Sie engagiere sich ehrenamtlich für das Hospiz am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf.

Klaus Kuhlmann, Dieter Philipp und Harald Zur Hausen

Armin Laschet überreicht Dieter Philipp den Landesverdienstorden

Auch Dieter Philipp aus Aachen hat den Landesverdienstorden verliehen bekommen

Seit über 40 Jahren ist Klaus Kuhlmann aus Neuss aktives Mitglied des „Kanu-Club Friedrichfeld“ in Voerde. Dort leitete er einige Jahre die Freizeit- und Jugendarbeit des Vereins und übte von 1987 bis 2010 das Amt des Kampfrichters auf Landesverbandsebene aus. Dieter Philipp aus Aachen war von 1995 bis 1997 stellvertretender Vorsitzender des Westdeutscher Handwerkskammertages und unter anderem an der Einrichtung der „Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk“ in Düsseldorf beteiligt. Als Präsident der Handwerkskammer Aachen (bis Mai 2020) waren ihm die Nachwuchsförderung und die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ein persönliches Anliegen. P rof. Harald zur Hausen aus Wald-Michelbach (Hessen) wurde im Oktober 2008 mit dem Nobelpreis für Physiologie ausgezeichnet. Er betreibt seit über 40 Jahren Forschungsarbeit, insbesondere auf dem Gebiet der Krebsforschung. Der gebürtige Gelsenkirchener ist mitverantwortlich für die Entwicklung von HPV-Impfstoffen zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs. 

Anzahl der Landesverdienstorden auf 2.500 begrenzt

Der Landesverdienstorden ist eine der höchsten Auszeichnungen des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Orden wurde zum 40. Geburtstag des Bundslandes im Jahr 1986 vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau (SPD) gestiftet. Die Anzahl der Orden ist auf insgesamt 2.500 begrenzt. Bislang haben ihn mehr als 1.600 Menschen erhalten.

Stand: 01.07.2020, 14:01