Rhein-Sieg-Kreis plant Ortungssystem für Verletzte

Über ein Smartphone wird ein Notruf abgegeben.

Rhein-Sieg-Kreis plant Ortungssystem für Verletzte

  • Anrufer müssen der Ortung zustimmen
  • Per Videoverbindung Erste-Hilfe-Maßnahmen
  • Datensicherheit muss noch geklärt werden

Im Wald falsch auf eine Wurzel getreten und schon liegt man verletzt am Boden. Mit dem neuen System können die Rettungskräfte im Rhein-Sieg-Kreis dann in Zukunft den Standort des Anrufers bestimmen. Der muss vorher aber seine Zustimmung geben.

Verbindungsaufbau erst nach Zustimmung des Anrufers

Nach Aussage des Kreises wäre es eine Möglichkeit, nach dem Anruf beim Rettungsdienst eine Nachricht aufs Handy geschickt zu bekommen. Darin würde dann um Zustimmung gebeten, und erst danach würde eine Verbindung zwischen dem Handy des Anrufers und der Rettungsleitstelle aufgebaut.

Experten beraten über technische Details

Wie das genau funktioniert - das klärt der Kreis noch bis zum geplanten Start des Ortungssystems im Spätsommer dieses Jahres. Bis dahin beraten sich noch Experten über Details der technischen Umsetzung. Auch Aspekte des Datenschutzes und der Finanzierung müssen noch geklärt werden.

Erste-Hilfe-Anleitungen per Videoverbindung

Auch könnte der Rettungsdienst mit dem neuen System dann auf die Kamera des Anrufers zugreifen. Per Videoverbindung könnten die Rettungskräfte dann Erste-Hilfe-Anleitungen geben und sich ein besseres Bild der Lage machen.

Vereinzelte Funklöcher im Rhein-Sieg-Kreis

Handyempfang gibt es fast im gesamten Kreisgebiet. Funklöcher gibt es aber an Stellen im Siebengebirge und Richtung Neunkirchen-Seelscheid.

Stand: 08.01.2019, 10:31