Kritik an geänderter Verkehrsführung an Bonner Kaiserstraße

Die Nassestraße in Bonn.

Kritik an geänderter Verkehrsführung an Bonner Kaiserstraße

  • Teil der Kaiserstraße wird Einbahnstraße
  • Umleitung über Nassestraße und Lennéstraße
  • Testzeitraum beginnt im Herbst

An der vom Rat der Stadt Bonn beschlossenen Verkehrsführung in der Kaiserstraße gibt es viel Kritik. Vom 01.09.2019 bis zum 31.03.2020 soll die neue Verkehrsführung getestet werden. Dann kann nur in eine Richtung gefahren werden.

Pkw-Fahrer müssen Umweg nehmen

Stadteinwärts fahrende Autofahrer müssen einen Umweg in Kauf nehmen. Die Kaiserstraße wird dann in einem Abschnitt für Autos zur Einbahnstraße. Die werden dann über die Nassestraße, die Lennéstraße und die Fritz-Tillman-Straße umgeleitet und anschließend wieder auf die Kaiserstraße gelenkt.

Unfälle befürchtet

Durch den umgeleiteten Verkehr rechnet der ADFC Bonn/Rhein-Sieg mit Staus und gefährlichen Verkehrssituationen. Der Fahrradclub betont, die Kombination des Autoverkehrs mit der hohen Zahl an Radfahrern, die zur Nassemensa fahren, sei viel zu gefährlich.

Viele Passanten vor der Mensa

Eine Fahrradfahrerin fährt auf einer Straße an einem PKW vorbei (Symbolbild)

Für Auto- und Radfahrer könnte es eng werden.

Das Studierendenwerk Bonn geht von rund 3.000 Fußgängern und Fahrradfahrern aus, die täglich die Nassestraße nutzen: "Um die Mittagszeit herrschen hier die Bedingungen einer Fußgängerzone. Die Nassestraße nun für den Durchgangsverkehr öffnen zu wollen, ist fahrlässig und stellt aus unserer Sicht eine akute Gefährdung unserer Gäste dar."

Uni Bonn kritisiert Pläne

Auch Uni-Rektor Michael Hoch lehnt die geänderte Verkehrsführung ab. Besonders der gewählte Testzeitraum im Winterhalbjahr sei ungünstig. Durch die frühe Dunkelheit sei es besonders für die "zahlreichen Erstsemester, die die örtlichen Gegebenheiten noch nicht kennen", schwierig. Institute der Uni Bonn, wie das Juridicum oder das Arithmeum sind über die Straßen zu erreichen.

Stand: 11.07.2019, 14:12

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