Gladbacher Fußballfan von mutmaßlicher Vergewaltigung freigesprochen

Mehrere Polizisten und Bahn-Mitarbeiter mit Warnweste stehen an einer Tür eines stehenden beige-blauen Zuges

Gladbacher Fußballfan von mutmaßlicher Vergewaltigung freigesprochen

  • Urteil nach mutmaßlicher Vergewaltigung in Fußball-Zug
  • Angeklagter in zweiter Instanz freigesprochen
  • Gericht geht von einvernehmlichem Sex aus

In dem Fall um eine mutmaßliche Vergewaltigung auf einer Toilette in einem Zug für Fußballfans hat das Landgericht Mönchengladbach den Angeklagten freigesprochen. Wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch (17.06.2020) sagte, war nach Ansicht der Strafkammer in zweiter Instanz nicht ersichtlich, dass die Frau keinen Sex wollte.

Erstes Urteil aufgehoben

Das Landgericht hob damit die Entscheidung des Amtsgerichts in Teilen auf, das den Mann zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt hatte. Der heute 32-Jährige hatte die junge Frau im April 2018 auf der Rückfahrt nach dem Fußballspiel FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach in dem Sonderzug getroffen.

Laut erster Instanz war es nach einem Flirt der beiden zu einer Vergewaltigung im Zug-WC gekommen. Der Angeklagte hatte dagegen von einvernehmlichem Sex gesprochen. Der 32-Jährige verbüßt noch eine Haftstrafe wegen einer anderen Tat und befindet sich laut Gericht zurzeit in einer Entziehungsanstalt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein.

Stand: 17.06.2020, 15:05