Vergewaltigungen am Bonner Bahnhof: Fünfeinhalb Jahre Haft

Der Angeklagte mit seinem Verteidiger vor Gericht.

Vergewaltigungen am Bonner Bahnhof: Fünfeinhalb Jahre Haft

Das Bonner Landgericht hat einen 27-jährigen Angeklagten wegen zwei Vergewaltigungen und Körperverletzungen zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Eine dritte angeklagte Vergewaltigung mit einem 46-jährigen Opfer, ebenfalls am Bonner Hauptbahnhof, wurde wegen „schwieriger Beweislage“ im Hinblick auf die beiden anderen Gewalttaten eingestellt.

Täter hat seine Opfer in Drogenszene angesprochen

Der langjährige Junkie hatte seine späteren Opfer - im Alter von 52, 46 und 51 Jahren - in der Drogenszene angesprochen und sie an versteckte Orte an den Bahngleisen oder auch in eine Fußgängerunterführung geführt und sie dort gegen ihren Willen missbraucht.

Einlassung wurde als Schutzbehauptung bewertet

Der Angeklagte hatte im Prozess zunächst behauptet, dass er sich an zwei Begegnungen gar nicht erinnern könne, oder dass  - wie im dritten Fall - angeblich gemeinsamer Kokainkonsum sowie Sex für 30 Euro vereinbart worden seien.

Nach der glaubhaften Zeugenaussage des 51-jährigen Opfers - so hieß es im Urteil - sei seine Einlassung widerlegt und als Schutzbehauptung zu bewerten. Schließlich sei er durch DNA-Spuren, die nach den sexuellen Übergriffen bei allen drei Frauen gefunden wurden, überführt.  

Wegen seiner Drogen- und Alkoholabhängigkeit hat das Gericht zudem die Unterbringung in eine Entziehungsanstalt angeordnet.

Stand: 29.08.2019, 14:56