Verdi hat in Köln zum Warnstreik bei Dienstleistern aufgerufen

Symbolbild: Verdi-Warnstreik - Köln

Verdi hat in Köln zum Warnstreik bei Dienstleistern aufgerufen

Von Udo Bühlmann

In Köln hat die Gewerkschaft Verdi für morgen zum Warnstreik im Dienstleistungsbereich aufgerufen. Unter anderem sollen Kundenzentren bei der RheinEnergie geschlossen bleiben.

Verdi rechnet am Mittwoch mit rund 300 Streikenden. Beschäftigte der RheinEnergie, der Stadtwerke Köln und der Rheinischen NetzGesellschaft sollen dem Aufruf der Gewerkschaft folgen. Dadurch werde es unter anderem zu Einschränkungen im Service des Kundencenters und zu Schließungen kommen. Auch örtliche Termine der technischen Bereiche könnten nach Ankündigung der Gewerkschaft ausfallen.

Erster Warnstreik im Öffentlichen Dienst in Köln

Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Betroffen sind von den Verhandlungen unter anderem Beschäftigte in kommunalen Kliniken, Seniorenzentren und Kindertagesstätten, bei Müllabfuhr, Sparkassen, bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern.

Verdi fordert unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent bzw. einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden.

Verdi: "Mit Applaus kann man keine Miete zahlen!"

"Menschen in systemrelevanten Berufen haben den Laden am Laufen gehalten und es ist deutlich geworden, dass der öffentliche Dienst unverzichtbar ist. Jetzt immer noch kein Angebot vorzulegen, zeugt nicht von Wertschätzung gegenüber den stark belasteten Beschäftigten", kritisierte Daniel Kolle, Verdi-Geschäftsführer des Bezirks Köln-Bonn-Leverkusen.

Vor der dritten Verhandlungsrunde, die ab dem 22. Oktober geplant ist, würden auch in Köln und den umliegenden Städten und Landkreisen weitere Warnstreiks folgen, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

Stand: 22.09.2020, 12:48