Reptilienhaus in Rheinberg bereitet sich auf Zulauf vor

Symbolbild: Weiße Monokel-Kobra in Angriffshaltun

Reptilienhaus in Rheinberg bereitet sich auf Zulauf vor

  • Reptilienhaus bereitet sich auf Zulauf vor
  • Gesetz zum Verbot von Gifttieren geplant
  • Verbote bereits in anderen Bundesländern

Das Reptilienhaus "Terrazoo" in Rheinberg bereitet sich aktuell auf einen Ansturm vor. Grund ist ein Gesetzentwurf des Landes NRW, der ein weitgehendes Verbot von Gifttieren vorsieht.

Gifttierhaltung ohne Genehmigung

Im August dieses Jahres war in Herne eine giftige Monokel-Kobra ausgebrochen, die erst Tage später eingefangen werden konnte. Damit soetwas nicht mehr passiert, hat die NRW-Landesregierung im September über ein Haltungsverbot für gefährliche Tiere beraten; ein entsprechendes Gesetz wurde auf den Weg gebracht.

Bisher können giftige und gefährliche Tiere wie Spinnen oder Schlangen von Privatpersonen gehalten werden, ohne dass sie dafür eine Genehmigung brauchen.

Geschäftsführer rechnet mit Ansturm

Verwunderlich ist laut Uwe Ringelhan, Leiter des Terrazoos in Rheinberg, dass der Gesetzentwurf nur Gifttiere umfasst, nicht aber andere gefährliche Tiere wie zum Beispiel Netzpythons oder Kaimane, eine Unterfamilie der Alligatoren.

Ringelhan rechnet damit, dass zahlreiche Tiere bei ihm in der Auffangstation landen werden, sollte das Verbot von Gifttieren in NRW in Kraft treten. Für diesen Fall wurde bereits ein Bauantrag für eine Erweiterung der Auffangstation bewilligt. Unterstützt wird der Zoo durch das Land.

Gesetzeslage in anderen Bundesländern

Als Vorbild für den Umgang mit gefährlichen Tieren gelten zum Beispiel Hessen und Berlin: Dort sind sie verboten. Auch in Thüringen umfasst das Gesetz wesentlich mehr gefährliche Tiere. Zahlreiche Bundesländer haben Genehmigungspflichten geregelt.

Gefahr durch Giftschlangen Westpol 08.09.2019 UT DGS Verfügbar bis 08.09.2020 WDR

Stand: 02.12.2019, 14:37

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