Schüler in Velbert forsten Wald auf

TR 11.15 Velberter pflanzen 200 Bäume 02:40 Min. Verfügbar bis 18.11.2020

Schüler in Velbert forsten Wald auf

  • 200 Schüler beteiligt
  • Setzlinge sollen auch trockene Zeiten überleben
  • Weitere Pflanzaktionen sollen folgen

Man nennt es „Einheitsbuddeln“, „plant for the planet“ oder einfach nur „neue Bäume für das Klima“. Seit „Fridays for future“ steht das Bäumepflanzen wieder hoch im Kurs. Schließlich ist der Wald in unseren Breitengraden immer noch der CO2-Fresser schlechthin. Das begeistert auch die Schüler in Velbert. Mehr als 200 von ihnen haben am Freitag (15.11.2019) in Neviges zerstörte Waldflächen wieder aufgeforstet.

500 Setzlinge auf zerstörten Waldflächen

Die Schüler erhalten Hilfe von den technischen Betrieben

Es ist Freitagvormittag: Mit Hacke und Schaufel ziehen die Schüler der Regenbogenschule aus Neviges am Morgen in den Wald. Zwei Flächen, die Sturm "Kyrill" und andere Wetterextreme verwüstet haben, müssen neu hergerichtet werden. Die Mitarbeiter der Technischen Betriebe haben schon mal Vorarbeit geleistet und das meterhohe Brombeergestrüpp entfernt. Jetzt gilt es, die Setzlinge fachgerecht in den Boden zu bringen. Forstwirt Peter Thunecke erklärt, wie tief die Jungbäume in die Erde müssen, um eine gesunde Wurzel auszubilden.

Engagement für die Umwelt steht hoch im Kurs

Schüler pflanzen die Setzlinge

Die Schüler sind begeistert. Statt Englisch oder Kunst steht heute die Försterei auf dem Lehrplan. Die Arbeit an den steilen Hängen macht vielen sichtlich Spaß. Fragt man Elena, Sam oder Stanislaw danach, warum sie hier sind, fällt die Antwort eigentlich immer gleich aus. Etwas für die Umwelt tun, den Ausstoß an Kohlendioxid verringern oder einfach etwas für andere tun. Nicht jeder Schüler hier begeistert sich für „Fridays for future“. Dafür steht „Fridays for the forest“ hoch im Kurs.

Fit für die Zukunft

Ein fertig gepflanzter Setzling

Nach nur einer Stunde ist die Pflanzaktion beendet. Da, wo einmal Fichten wuchsen, steht nun eine bunte Mischung von Setzlingen: Douglasien, Roteichen oder Weiß- und Küstentannen. Baumarten, die anders als die Fichten ihre Wurzeln tief in den Hang graben. Sie sollen auch in trockenen Zeiten überleben und Stürmen trotzen. Denn der Wald der Zukunft muss fit sein für die Folgen des Klimawandels.

Klimaschutzkonzept der Stadt

Schon Ende 2015 verabschiedete Velbert sein Integriertes Energie- und Klimakonzept. Bis 2030 will die Stadt ihren Energiebedarf um 15% und ihre CO2-Emissionen um 30 % senken. Vieles davon geschieht eher unauffällig, wie die Sanierung städtischer Gebäude. Die Pflanzaktion dagegen sei mit Absicht öffentlichkeitswirksam, sagt Klimaschutzmanager Marian Osterhoff. Und Bürgermeister Dirk Lukrafka ergänzt, das im nächsten Jahr weitere Pflanzaktionen folgen werden.

Stand: 15.11.2019, 18:11