Ein Storch mit Schild und Kind im Schnabel.

Klinikum Niederberg muss Kreißsaal schließen

Stand: 20.10.2021, 14:05 Uhr

Das Helios Klinikum Niederberg in Velbert kämpft auf der Geburtenhilfe-Station mit Personalmangel. Die Folge: Der Kreißsaal muss für 48 Stunden schließen. Notfall-Geburten sind allerdings noch möglich.

Von Petra Dierks

Das Klinikum hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht: Weil vier Kolleginnen schwanger sind, einige noch Urlaub haben und dann auch noch Personal krank wurde, muss die Geburtshilfe in Velbert für 48 Stunden, bis Freitagmorgen (22.10.2021) um 6 Uhr, schließen.

Konkret bedeutet das: Frauen, die bis Freitagmorgen mit akuten Wehen ins Helios-Klinikum Niederberg kommen, werden vor Ort untersucht und unter Umständen in eine passende Klinik weitervermittelt - sofern dort Platz ist. Denn auch in den umliegenden Kliniken soll die Situation angespannt sein.

Notfall-Geburten weiterhin möglich

Wenn aber Frauen nach Velbert kommen, bei denen die Geburt schon weit fortgeschritten und eine Fahrt in eine andere Klinik nicht zuzumuten ist, kann in Velbert notfallmäßig entbunden werden.

Normalerweise sei man mit insgesamt 18 Voll- und Teilzeitbeschäftigten personell gut ausgestattet, aber durch die Schwangerschaften sei ein Engpass entstanden, der nicht mehr zu kompensieren gewesen sei.

Klinikum auf der Suche nach weiteren Hebammen

Auch am Helios Klinikum Niederberg suche man händeringend nach neuen Hebammen - aber der Markt sei laut dem Chefarzt der Geburtshilfe, Gerd Degoutrie, leergefegt. Der Helios-Konzern habe mittlerweile Hebammen aus dem Ausland rekrutiert - doch bevor diese arbeiten könnten, müssten sie erst mal die deutsche Sprache lernen. Das sei Grundvoraussetzung für die Geburtshilfe.