Velbert kämpft gegen Steingärten

Steingarten

Velbert kämpft gegen Steingärten

  • Entscheidung im Umwelt- und Planungsausschuss
  • Regelung bei neuen Bebauungsplänen
  • Keine Handhabe bei bestehenden Gärten

In Velbert müssen Bauherren in Zukunft wohl auf allzu viel Schotter und Kies in ihren Vorgärten verzichten. Die Stadt will bei künftigen Bebauungsplänen festschreiben, wie hoch der Anteil an Grün vor dem Haus sein soll. Die umstrittenen Steingärten soll es in Velbert möglichst nicht mehr geben.

Prüfung in jedem Bebauungsplan

Steingarten

Wird in Velbert neu gebaut, legt die Stadt zunächst im Bebauungsplan die Regeln fest: Wie weit darf die Fläche vor dem Haus versiegelt werden, etwa mit Wegen und Parkplätzen, und wie viel muss der Bauherr für Pflanzen reservieren? Ziel ist es, so die Chefin des Velberter Planungsamts, Heike Möller, Vorgärten aus Schotter, Steinen oder Kies zu vermeiden.

Diskussion über Steingärten auch in Radevormwald

Ein Schottergarten

Im Umwelt- und Planungsausschuss folgten die übrigen Fraktionen gestern (18.06.2019) damit in weiten Teilen einem Antrag der Grünen. Auch in Radevormwald diskutierte die Politik gestern über Steingärten. Dort will die Stadt aber noch prüfen, wie groß die Auflagen sein sollen.

Überzeugungsarbeit bei alten Gärten

Bei schon bestehenden Gärten hat die Stadt allerdings keine Handhabe. Hier will Chefplanerin Möller Überzeugungsarbeit leisten: „Ich bin mir sicher, dass man pflegeleichte Vorgärten auch mit Pflanzen hinbekommt.“

Stand: 19.06.2019, 15:44