Vertuschungsverdacht: Woelki hat sich offenbar nicht falsch verhalten

Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln, 02.02.2021

Vertuschungsverdacht: Woelki hat sich offenbar nicht falsch verhalten

Der Vatikan plant offenbar keine kirchenrechtlichen Schritte gegen den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki im Fall eines verstorbenen Priesters, der im Verdacht steht, einem Kindergartenkind sexualisierte Gewalt angetan zu haben.

Kardinal Woelki soll den Fall des inzwischen verstorbenen Priesters nicht nach Rom gemeldet haben. Kritiker hatten dem Erzbischof vorgeworfen, gegen Vorschriften verstoßen zu haben.

Meldung sei nicht Pflicht gewesen

Nach Einschätzung der zuständigen römischen Kurienbehörde musste Woelki den Verdacht des Missbrauchsfalls 2015 nach damals geltendem Recht nicht zwingend nach Rom melden.

Das hat die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) nach eigenen Angaben aus dem Umfeld der Kurie erfahren. Das Erzbistum war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Stand: 08.02.2021, 19:46