Vapiano will Staatshilfe: Lokalschließungen verschärfen Krise

Vapiano will Staatshilfe: Lokalschließungen verschärfen Krise

  • Kölner Restaurantkette leidet unter Corona-Krise
  • Unternehmen war schon vorher wirtschaftlich angeschlagen
  • Vapiano will staatliche Unterstützung

Die bereits vor der Coronavirus-Krise angeschlagene Kölner Restaurantkette Vapiano leidet unter den Folgen der angeordneten Lokalschließungen in vielen Ländern. Um das in den kommenden Wochen notwendige Geld aufzutreiben, sei das Unternehmen auf die von verschiedenen Regierungen in Europa angekündigten finanziellen Unterstützungsprogramme im Rahmen der Covid-19-Krise angewiesen.

Fast alle Restaurants geschlossen

"Vapiano beabsichtigt daher, diese finanziellen Unterstützungen zu beantragen, in Deutschland zum Beispiel über die KfW", teilte das Unternehmen am Montagabend (16.03.2020) in Köln mit. Darüber hinaus werde Vapiano Kurzarbeit sowie die Stundung von Steuerzahlungen beantragen. Derzeit seien nahezu alle Restaurants der Kette in Österreich, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und den USA auf Anordnung der zuständigen Behörden bis auf weiteres geschlossen.

Vapiano - vom Shootingstar zum Sorgenkind NEU

WDR 5 Profit - aktuell 19.08.2019 02:54 Min. Verfügbar bis 18.08.2020 WDR 5

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"Das Unternehmen erwartet gleichartige Anordnungen auch von deutschen Behörden in Bezug auf viele Restaurants in Deutschland", hieß es in der Mitteilung weiter. In Köln bleiben Restaurants bereits ab Dienstag geschlossen.

Corona-Krise verschlechtert wirtschaftliche Lage

Für das erste Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzrückgang von rund 20 Prozent im Vergleich zum Jahresauftakt 2019. Zudem führt die Corona-Krise zu einem zusätzlichen kurzfristigen Liquiditätsbedarf von mindestens 13,6 Millionen Euro - dies kommt auf die ohnehin bereits fehlenden knapp elf Millionen Euro zu. Diese Lücke sollen jetzt staatliche Hilfsprogramme schließen.

Stand: 17.03.2020, 06:56