Vandalismus: Stadt Xanten will Sicherheitsdienst beauftragen

Vandalismus: Stadt Xanten will Sicherheitsdienst beauftragen

Von Dominik Peters

  • Unbekannte zerstören Gegenstände und verwüsten Park
  • Stadt Xanten stellt Anzeige gegen Unbekannt
  • Suche nach Sicherheitsdienst läuft

Auf ihrer Facebook-Seite macht die Stadt Xanten ihrem Ärger über die Zerstörungswut unmissverständlich Luft: Von "Idioten" ist die Rede, man sei "stinksauer" und werde sich das "nicht länger gefallen lassen". Grund für das Statement sind erneute Vandalismus-Vorfälle in der Nacht zu Sonntag (13.01.2019).

Beleidigende Graffiti und zerstörte Lampen

Unbekannte hätten Bauzäune umgetreten, Lampen zerstört, Glasscherben auf Gehwegen hinterlassen und "sogar versucht, ein Spielgerät auf dem Spielplatz in Brand zu setzen." Dazu kommen beleidigende Graffiti auf einem neuen Toiletten-Gebäude, die sich gegen den Bürgermeister richten.

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"Wir beobachten seit ungefähr einem Jahr eine Zunahme", erklärt Xantens Bürgermeister Thomas Görtz auf WDR-Nachfrage hin. Wie immer habe man auch die jüngsten Vorfälle bei der Polizei zur Anzeige gegen Unbekannt gebracht. Immerhin sei großer Sachschaden entstanden: Die zerstörten Lampen etwa kosteten jeweils rund 1000 Euro.

Privater Sicherheitsdienst als Notlösung

Kameraüberwachung, wie manche Bürger sie jetzt fordern, sei zu teuer und uneffektiv erklärt der Bürgermeister. Er setzt auf einen Sicherheitsdienst, der im Bereich des Kurparks, aber auch an Schulen patrouillieren soll. Man sei gerade dabei, Angebote einzuholen: "Spätestens morgen werden wir eine Firma beauftragen." Langfristige Lösungen müsse er aber mit der Politik besprechen.

Außerdem appelliert Görtz an die Zivilcourage der Bürger. Sie sollten noch mehr aufpassen, wenn sie in der Stadt unterwegs seien. Dafür will er jetzt auch an Schulen werben.

Stand: 15.01.2019, 12:59