Vandalismus in den Umsiedlungsdörfern von Garzweiler

Erkelenz: Ein Motorrad fährt durch den Ort Keyenberg.

Vandalismus in den Umsiedlungsdörfern von Garzweiler

  • Keine Lebensqualität für die Bewohner
  • RWE will Straftaten anzeigen
  • Auch in früheren Umsiedlungsorten Vandalismus

Eingeworfene Fensterscheiben, abgerissene Regenrohre und auch aufgesprühte Hakenkreuze: Der Vandalismus in den fünf Erkelenzer Orten, die dem Braunkohlentagebau Garzweiler II weichen sollen, nimmt zu. Die Erkelenzer Grünen haben am Donnerstag (13.02.2020) Konsequenzen gefordert.

Vor allem der RWE-Konzern stehe in der Verantwortung, sagen die Grünen. Ihm gehören die leer stehenden Häuser. Die Grünen warnen vor einem rechtsfreien Raum. Schließlich leben in den Dörfern noch Menschen. Diese hätten ein Recht auf Lebensqualität.

Der RWE-Konzern hat mittlerweile erklärt, dass er die Sorgen der Menschen vor Ort Ernst nehme. Sämtliche Straftaten würden angezeigt. Darüber will der Konzern die Bewohner im kommenden März informieren.

In den vergangenen Jahren kam es in anderen Umsiedlungsdörfern rund um den Tagebau Garzweiler auch zu Brandstiftungen.

Stand: 13.02.2020, 12:29