Demo der Vallourec-Beschäftigten

2.500 Vallourec-Beschäftigte bangen um Jobs

Stand: 22.11.2021, 15:43 Uhr

Vor der Zentrale des Vallourec-Röhrenwerkes in Düsseldorf haben am Montag mehr als 1.000 Beschäftigte gegen den geplanten Verkauf des Werkes protestiert.

Der Konzern hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass die Werke in Düsseldorf und Mülheim wegen anhaltender Verluste verkauft werden. Davon sind rund 2.500 Mitarbeiter betroffen.

Für die Beschäftigten sind die Pläne des Unternehmens ein Schlag ins Gesicht, so IG Metall-Sprecher Karsten Kaus: „Die haben alle Kraftanstrengungen unternommen, um sich möglichst profitabel aufzustellen. Jetzt diese Ansage des Unternehmens macht alle sehr wütend und traurig. Nichtsdestotrotz glauben wir, dass die Belegschaften in Rath und Mülheim hervorragend qualifiziert sind, sehr produktiv und wirtschaftlich arbeiten können. Vielleicht finden wir gemeinsam einen Käufer, den wir davon überzeugen können, in diese beiden Standorte zu investieren.“

Gewerkschaft und Betriebsrat werfen der Konzernleitung von Vallourec grobe Managementfehler vor. Vallourec hätte viel mehr innovative Produkte für den alternativen Energiemarkt entwickeln müssen, heißt es.

Insgesamt 7.000 Arbeitsplätze bedroht?

Die IG-Metall schätzt, dass von den Schließungen in der gesamten Region rund 7.000 Arbeitsplätze betroffen sein könnten - weil neben den Beschäftigten von Vallourec auch Zulieferer und ähnliche Jobs bedroht sind.

Vallourec zählt mit seinen Werken in Düsseldorf und Mülheim als zweitgrößter Industriestandort in NRW und blickt auf 120 Jahre Industriegeschichte zurück.