Revision gegen Mordurteil nach illegalem Autorennen in Moers eingelegt

Raser zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt

Revision gegen Mordurteil nach illegalem Autorennen in Moers eingelegt

  • Landgericht Kleve verurteilt Raser wegen Mordes
  • Auch Kontrahent bekommt Haftstrafe
  • 22-Jährige legen Revision ein

Der 22-jährige Raser, der wegen Mordes vom Landgericht Kleve zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt wurde, hat am Freitag (21.02.2020) Revision eingelegt. Das bestätigte ein Gerichtssprecher. Seine Anwälte wollen, dass der Bundesgerichtshof (BGH) den Mordvorwurf noch einmal überprüft. Sie selber halten ihn nicht für gerechtfertigt. Das Landgericht hatte den 22-Jährigen am Montagnachmittag (17.02.2020) verurteilt.

Fahrzeuge prallten mit über 170 Stundenkilometer zusammen

Er lieferte sich im April vergangenen Jahres ein illegales Autorennen. Mit einer Geschwindigkeit von über 170 Stundenkilometer krachte er in das Auto einer zweifachen Mutter. Die 43-Jährige wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass sie drei Tage später verstarb.

Sein Kontrahent wurde zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Er bremste rechtzeitig ab und wurde wegen Teilnahme an einem illegalen Autorennen verurteilt. Auch er legte Revision ein.

Historisches Urteil in NRW

Das Urteil ist bahnbrechend für die Landgerichte. Erstmalig in Nordrhein-Westfalen wurde ein Raser zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Stand: 21.02.2020, 13:20