Urteil im Prozess um Messerattacke in Bonner Linienbus

Urteil bei Linienbus-Messerattacke.

Urteil im Prozess um Messerattacke in Bonner Linienbus

Nach einer blutigen Messerattacke in einem Linienbus im Sommer hat das Bonner Landgericht am Dienstag die Unterbringung eines 56-Jährigen in eine psychiatrische Klinik angeordnet.

Der Mann hatte im Sommer am Bonner Hauptbahnhof in einem vollbesetzten Bus mehrfach auf einen jungen Mann eingestochen. Es war nur der Zivilcourage eines anderen Fahrgastes zu verdanken, dass das Opfer überhaupt überlebte. Der junge Mann überwältigte den Angreifer und hielt ihn so lange fest, bis die Polizei da war.

Die Richter werteten die Tat an sich als versuchten Totschlag. Weil der Mann aber psychisch krank ist und unter Wahnvorstellungen leidet, ist er schuldunfähig. Deshalb kommt er nicht ins Gefängnis, sondern in eine Klinik. Das Opfer war bei dem willkürlichen Angriff im Sommer lebensgefährlich verletzt worden.

Stand: 23.02.2021, 15:13

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