Urteil gegen mutmaßlichen Eifel-Brandstifter erwartet

Urteil gegen mutmaßlichen Eifel-Brandstifter

Urteil gegen mutmaßlichen Eifel-Brandstifter erwartet

  • 15-Jähriger soll sieben Feuer gelegt haben
  • Sachschaden geht in die Millionen
  • Urteil unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Vor der großen Jugendkammer in Aachen wird am Donnerstag (28.11.2019) das Urteil gegen einen mutmaßlichen Brandstifter erwartet. Der 15-Jährige soll in der Eifel sieben Feuer gelegt haben. Dabei entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

Mehrere Feuer im Gymnasium Schleiden

Der Jugendliche war Anfang Mai nach dem Brand eines Carports in Schleiden-Oberhausen festgenommen worden. Zeugen hatten gesehen, wie ein junger Mann vom Tatort weglief, und alarmierten die Polizei. Gegenüber den Beamten gab der 15-Jährige sechs weitere Brandstiftungen zu, unter anderem drei Feuer in seinem Gymnasium in Schleiden. Dabei waren der Dachstuhl, die Aula und zahlreiche Klassenzimmer zerstört worden.

Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Seit Ende Oktober steht der Teenager vor Gericht. Angeklagt ist er wegen sieben schwerer Brandstiftungen, in einem der Fälle auch wegen versuchten Mordes. Wie bei jugendlichen Angeklagten vorgeschrieben, findet der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. So ist bislang nicht bekannt, was der 15-Jährige vor Gericht zu den Vorwürfen gesagt hat - etwa zu der Frage seines Motivs.

Urteil nach Jugendstraftrecht

Der Teenager wird, sollte seine Schuld feststehen, nach dem Jugendstrafrecht verurteilt. Dabei spielt der Erziehungsgedanke die maßgebliche Rolle, so der Sprecher des Landgerichts Aachen Thomas Birtel. Mögliche Sanktionen: Jugendarrest, Arbeitsmaßnahmen, Erziehungshilfen bis hin zu maximal zehn Jahren Jugendhaft bei besonders schweren Fällen.

Stand: 28.11.2019, 08:59