Landgericht Aachen: Haftstrafe für Intensivstraftäter

"Brummi-Andi" und sein Anwalt im Gerichtssaal

Landgericht Aachen: Haftstrafe für Intensivstraftäter

  • Vier Jahr und drei Monate Haft
  • Wegen Körperverletzung, Bedrohung und versuchter Brandstiftung
  • Bereits mit 13 Jahren straffällig

Intensivstraftäter Andreas B. muss für vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das hat am Montag (21.01.2019) das Aachener Landgericht entschieden. Verurteilt wurde er wegen Körperverletzung, Bedrohung und versuchter Brandstiftung.

Der Mann wurde in den Medien als "Brummi-Andi" bundesweit bekannt. Ein verharmlosender Name für die lange Liste der Straften, die der heute 33-Jährige im Laufe seines Lebens begangen hat. Der gebürtige Düsseldorfer saß mehr als elf Jahre seines Lebens im Gefängnis.

Rückfällig sofort nach der letzten Haftstrafe

Die Taten, wegen denen er jetzt verurteilt wurde, beging er nur wenige Monate nach seiner letzten Haftentlassung. Er lebe nach seinen eigenen Regeln, sagte die Staatsanwaltschaft im Plädoyer. Er respektiere niemanden. So schlug und bedrohte er eine Frau, die ihm nicht gehorchen wollte. Auch legte er Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Solingen, weil sich dort eine Freundin mit einem anderen Mann aufhielt. Dass Andreas B. Frauen auch zur Prostitution gezwungen hat, ließ sich nicht beweisen.

Mit 13 Jahren Polizisten überfahren

Bereits mit 13 Jahren geriet der Serienstraftäter in die Schlagzeilen, weil er mit dem LKW seines Vaters durch die Gegend fuhr. Ein Jahr später wich Andreas B. mit einem gestohlenen LKW einer Polizeisperre in den Niederlanden aus und fuhr einen Beamten an. Der Familienvater erlag Wochen später seinen Verletzungen.

Andreas B. will "sein Leben ändern"

Auch Andreas B. ist Familienvater, er hat zwei Töchter, der Kontakt zu ihnen ist abgebrochen. Er habe "Mist gemacht", werde sein Leben ändern und endlich Hilfe in Anspruch nehmen. Vor allem wolle er was gegen seinen Drogen- und Alkoholkonsum tun.  

Stand: 21.01.2019, 15:42