Angriff auf Viktoria-Fans: Ultras von Fortuna Köln verurteilt

Außenansicht des Landgerichts Köln

Angriff auf Viktoria-Fans: Ultras von Fortuna Köln verurteilt

Vor dem Kölner Landgericht wurden am Samstag vier Anhänger einer Kölner Ultragruppe verurteilt. Sie hatten Fans des rivalisierenden Fußballclubs Viktoria Köln angegriffen.

Urteil gegen Anhänger der Ultra-Gruppe "Fortuna Eagles" des Regionalligisten Fortuna Köln: Nach der Rückkehr von einem Auswärtsspiel von Viktoria Köln in Chemnitz haben sie Anfang des vergangenen Jahres Fans ihres Lokalrivalen aufgelauert und diese angegriffen. Am Samstag wurden sie vor dem Kölner Landgericht verurteilt.

Das Urteil erging wegen Raubes in minder schwerem Fall, zweifacher gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung. Zwei Männer im Alter von 30 und 26 Jahren wurden zu Bewährungsstrafen von 15 Monaten bzw. neun Monaten verurteilt. Zwei 20 und 22 Jahre alte Angeklagte wurden nach Jugendstrafrecht verwarnt. Sie müssen jeweils 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Alle vier Männer hatten schon vor dem Prozessbeginn Stadionverbot.

Ein Fan schwer, einer leicht verletzt

Bei dem Überfall wurde einem Mann das Nasenbein gebrochen, ein weiterer wurde leicht verletzt. Außerdem wurde der Bus der Viktoria-Fans beschädigt. Offenbar ging es bei der Attacke darum, Schals, Banner und eine Trommel sozusagen als Trophäen zu stehlen. Anders als es in der Anklageschrift hieß, konnte den Angeklagten keine Bewaffnung mit Stangen und Knüppeln nachgewiesen werden.

Es ist seit Jahrzehnten das erste Urteil, das das Landgericht Köln an einem Samstag gesprochen hat. Grund dafür waren Terminschwierigkeiten, ursprünglich sollte das Verfahren Ende Juli enden. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, Revision ist zulässig.

Stand: 04.09.2021, 15:17

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