Ehemann mit Brotmesser erstochen: Zwei Jahre auf Bewährung

Landgericht Düsseldorf

Ehemann mit Brotmesser erstochen: Zwei Jahre auf Bewährung

  • Düsseldorferin gesteht Tötung ihres Mannes
  • Zwei Jahre Haft auf Bewährung
  • Gericht hatte Bodycam-Aufnahme als Beweismittel zugelassen

Weil sie ihren Ehemann erstochen hat, ist eine 60-Jährige am Dienstag (26.02.2019) vom Düsseldorfer Landgericht zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Spontan mit Brotmesser zugestochen

Zu Beginn des Prozesses hatte die Angeklagte behauptet, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Ihr Mann sei in ein Messer gefallen. Am letzten Prozesstag überraschte sie nun mit einem Geständnis. Ihr Mann sei im Streit auf sie zugegangen, habe sie heftig an der Schulter gestoßen. Sie habe gerade mit einem Messer Brot geschnitten und spontan zugestochen.

Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Die Verteidigung schloss sich dem an.

Bodycam-Video erstmals als Beweismittel

Der Prozess hatte auch deshalb für Aufsehen gesorgt, weil erstmals in NRW Aufnahmen aus der Bodycam einer Polizistin als Beweismittel zugelassen worden waren – und das obwohl das Video eigentlich gar nicht hätte aufgenommen werden dürfen.

Bodycambilder im Prozess um erstochenen Ehemann (Beitrag vom 15.02.2019) 02:27 Min. Verfügbar bis 26.02.2020

Stand: 26.02.2019, 11:13

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