Chinesischer Koch bringt Kollegen um – Fünf Jahre und zehn Monate Haft

Das NRW Landgericht hat eine neue Strafkammer gegen Sexualstraftäter

Chinesischer Koch bringt Kollegen um – Fünf Jahre und zehn Monate Haft

  • Opfer und Täter waren Kollegen
  • Mutter des Toten reiste zum Prozess an
  • Angeklagter schwieg zu den Vorwürfen

Das Landgericht hat am Donnerstag (24.01.2019) einen chinesischen Koch zu fünf Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Er hat laut Gericht im Jahr 2016 einen Kollegen getötet und anschließend seine Leiche zerstückelt. Die Leichenteile warf der Täter in den Rhein, beziehungsweise in ein Waldstück. Spielende Kinder hatten sie dann dort gefunden.

Grausam: Spielende Kinder fanden Leichenteile

Verurteilter Koch im Gericht

Im Kölner Landgericht

Dieser Fall hatte die Kölner Mordkommission viel Ermittlungsarbeit gekostet. Zunächst wurde im Rhein ein Plastiksack gefunden, indem der Torso des Opfers verpackt war. Monate später entdeckten spielende Kinder in einem Waldstück in Vogelsang die restlichen Körperteile. Erst dann konnte der Tote identifiziert werden, was schließlich zur Festnahme des mutmaßlichen Täters führte. Der brachte seinen Kollegen laut Gericht ums Leben, weil es immer wieder Konflikte gab. Der Täter habe eine Neigung zu Streit, sagte der Richter in der Urteilsbegründung

Hintergrund: Beide stritten sich häufig

Zeugen sagten in dem Prozess, dass sich das Opfer und der Täter oft gestritten hatten. Sie arbeiteten in demselben China-Restaurant in Köln. Einmal hatten sie sich sogar auf der Straße geprügelt, so berichten Zeugen. Dabei sei der Täter unterlegen gewesen, deshalb habe er später den jüngeren Kollegen getötet. 

Opfer war 28 Jahre

Die Mutter des Opfers war wegen des Prozesses aus China nach Köln gekommen. Sie wusste von den Streitigkeiten zwischen den Männern, weil ihr Sohn ihr regelmäßig am Telefon davon berichtet hatte.

 

Stand: 24.01.2019, 15:25