Massive Stellenstreichungen bei UPS in Neuss und Monheim

Ein UPS-Mitarbeiter bei der Arbeit vor seinem Lieferwagen. Das Unternehmen plant Stellenstreichungen.

Massive Stellenstreichungen bei UPS in Neuss und Monheim

Der US-amerikanische Paketdienst plant einen Abbau von Stellen in seiner Deutschlandzentrale in Neuss. Bis zum Jahresende soll laut Verdi die Hälfte der Beschäftigten gehen.

Laut der Gewerkschaft Verdi seien etwa 500 der rund 1.000 Arbeitsplätze an den beiden Standorten betroffen. Das habe UPS den Arbeitnehmervertretern mitgeteilt. Auch der Standort in Monheim sei betroffen.

Paketdienst bestätigt Abbaupläne

Ein Unternehmenssprecher bestätigte die Stellenstreichungen, ohne jedoch Zahlen zu nennen. UPS wolle Abläufe vereinfachen und effizienter werden. Das könne in Neuss und Monheim zu "einer Reduzierung von Arbeitsplätzen führen", sagte UPS-Deutschlandschef Frank Sportolari.

Verdi kritisierte die Entscheidung des Unternehmens. "Es gibt keine wirtschaftliche Not, das zu machen", sagte Stefan Thyroke, Leiter der Verdi-Fachgruppe Logistik.

Verdi stellt Forderungen

Thyroke forderte von UPS auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Durch die erhöhte Paketmenge seien auch die Gewinne gestiegen.

Schon in den vergangenen Jahren habe der Paketdienst in der Deutschlandzentrale 600 Stellen gestrichen. Die Gewerkschaft vermutet, dass UPS mehr Entscheidungen in die Europazentrale in Brüssel verlagern will.

Stand: 20.01.2021, 18:57