Spontan-Demo in Köln gegen EU-Urheberrechtsreform

Demonstration zum Urheberrecht am Kölner Hauptbahnhof

Spontan-Demo in Köln gegen EU-Urheberrechtsreform

  • Spontane Demo in Köln gegen Urheberrechtsreform
  • Hinweise auf frühe Abstimmung vor Großdemos
  • Laut CSU-Mann Weber wird doch erst Ende März abgestimmt

Gegner der EU-Urheberrechtsreform sind am Dienstagabend (05.03.2019) in Köln auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach am späten Abend von "maximal 300 Teilnehmern" am Kölner Hauptbahnhof. Der Chaos Computer Club Köln hatte 100 bis 200 Teilnehmer angemeldet.

Konservative wollten Großdemos zuvorkommen

Die Demonstration wurde spontan angesetzt, nachdem Hinweise darauf öffentlich wurden, dass die konservative Parteienfamilie EVP im Europaparlament darauf dränge, so schnell wie möglich über die Reform abzustimmen.

Bisher war die Abstimmung für Ende März geplant. Für den 23. März sind in verschiedenen EU-Ländern Proteste von Gegnern der EU-Pläne angekündigt. Dem wollten die Konservativen zuvorkommen, so die Befürchtung der Organisatoren.

Inzwischen hat der EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber (CSU) allerdings angekündigt, dass die Abstimmung wie ursprünglich geplant erst Ende März stattfindet.

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EU-Urheberrechtsreform: "Wir lehnen Uploadfilter ab"

WDR 5 Morgenecho - Interview 26.02.2019 05:28 Min. WDR 5

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Artikel 13: Das Ende des Internet?

WDR 5 Scala - aktuelle Kultur 27.11.2018 05:50 Min. WDR 5

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Stand: 05.03.2019, 22:13

Kommentare zum Thema

3 Kommentare

  • 3 Aarber 07.03.2019, 13:39 Uhr

    Richtige Einstellung

  • 2 Partick 07.03.2019, 08:27 Uhr

    Artikel 13 ist auf gut Deutsch gesagt, die größte Scheiße die unserer verblödeten und hirnlosen Regierung jemals eingefallen ist. Wie behindert dumm sind die eigentlich? Merken die denn nicht das das Internet mit allem was es ist und was darauf gemacht wird, ob nun legal oder illegal, schon längst zur EU-Kultur gehört? Wenn Artikel 13 wirklich umgesetzt, dann wird damit auch ein großer Teil der EU-Kultur vernichtet und restlos ausgelöscht qwerden. Und wenn das passiert wird es früher oder später zu 100% eine neue, *französische revolution* geben, um es mal so auszudrücken. Soll heißen, wenn das umgesetzt wird wird das EU-Volk die Regierungsgebäude stürmen und die für Artikel 13 Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Oder vielleicht sogar schlimmeres. Dieser Beirag ist nicht als Drohung oder so zu verstehen, vielmehr als eine Warnung vor der möglicherweise schon sehr nahen Zukunft und gleichermaßen ist es auch ein Apell an den gesunden Menschenverstand der EU-Parlamentarier.

  • 1 Hans Holte 06.03.2019, 12:18 Uhr

    Und wieder läuft die EU in die falsche Richtung. Das Urheberrecht gehört weitgehend geschleift; das Abmahnunwesen muss komplett beendet werden. Bürger und Kleingewerbtreibende müssen hier vor der EU-Gesetzgebung geschützt werden, nicht die Rechteinhaber vor dem EU-Bürger. Bei Großunternehmen kann ich mir Ausgleichszahlungen vorstellen, da möchte ich aber keine Definition oder Grenze angeben. Ich ärgere mich auch maßlos, wenn ich im Internet so gut wie nichts aus dem französischen öffentlich rechtlichen Medien anschauen kann. Die französische Sprache habe ich wieder verlernt. Wäre die EU nützlich für die Allgemeinheit, gäbe es kein Geoblocking; privates Pay-TV ist eine andere Geschichte. Da ist aber hier nur ein Punkt von vielen, für den die EU bei der nächsten Wahl bezahlen muss.