Uniklinikum Aachen: Telemedizin im Pflegeheim

Die Vertreter stehen gemeinsam vor dem RWTH Gebäude

Uniklinikum Aachen: Telemedizin im Pflegeheim

Die Universitätsklinik Aachen hat mit zahlreichen Partnern ein Großprojekt gestartet: Sie will die Versorgung älterer Menschen in Pflegeheimen durch Telemedizin verbessern.

Geht es nach Medizinern der Uniklinik, würde die Behandlung von pflegebedürftigen Patienten bei akuten Beschwerden künftig so aussehen: Wird eine Notrufnummer der kassenärztlichen Vereinigung angerufen, würden die Mitarbeiter dort einen niedergelassenen Arzt oder einen Arzt im Krankenhaus informieren.

Behandlung per Monitor

Damit dieser Mediziner sich einen Überblick verschaffen kann, wie es dem Patienten geht, würde ein Pfleger einen Monitor ins Zimmer des Patienten schieben. Und über diesen Monitor würde der Arzt dann mit dem Patienten sprechen.

Digitale Erfassung von Gesundheitsdaten

Damit der Arzt sich gleichzeitig einen Überblick über die Vorerkrankungen des Patienten verschaffen kann, werden seine Gesundheitsdaten digital erfasst. So braucht jeder Mediziner nur einen Blick auf diese Daten zu werfen, um die Behandlung individuell anpassen zu können. Voraussetzung dafür ist allerdings die Einwilligung des Patienten.

Region Aachen Vorreiter bei Telemedizin

Die Region Aachen ist seit Jahren Vorreiter beim Einsatz der Telemedizin – zum Beispiel bei Projekten wie dem Tele-Notarzt. Das jetzt begonnene Großprojekt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung Pflegebedürftiger wird vom Bund mit insgesamt 15 Millionen Euro gefördert.    

Stand: 06.10.2020, 09:19