Uni Wuppertal richtet "Glühwein-Sperrstunde" ein

Glühwein Sperrstunde Lokalzeit2go - Bergisches Land 20.12.2019 03:42 Min. Verfügbar bis 20.12.2020 WDR Wuppertal

Uni Wuppertal richtet "Glühwein-Sperrstunde" ein

  • Bergische Universität verbietet Ausschank vor 15 Uhr
  • Dozenten fühlten sich von Glühwein-seligen Studierenden gestört
  • Andere Unis in NRW kennen das Problem nicht

Die Leitung der Bergischen Universität in Wuppertal hat den Konsum von Glühwein vor den Hörsälen bis 15 Uhr untersagt. Damit wolle man dem "zunehmenden Angebot" von Alkohol auf dem Uni-Gelände entgegenwirken, sagte die Sprecherin der Universität am Donnerstag (19.12.2019).

Dozenten fühlten sich gestört

Die Fachschaften hatten in der Adventszeit Glühweinstände auf dem Campus aufgebaut, an denen teils schon vormittags Glühwein ausgeschenkt wurde. Lehrende fühlten sich offenbar durch feiernde Studierende gestört, die zudem laut Musik hörten. Man habe sich nun mit den Studierenden darauf geeinigt, im nächsten Jahr die Anzahl der Glühweinstände von 7 auf 3 zu begrenzen, erklärte die Sprecherin.

AStA: "inkonsequent"

Soufian Goudi, Vorsitzender des AStAs, sieht die Vorgabe des Rektorats und des Kanzlers kritisch. Die Studierenden hätten sich aus seiner Sicht "nicht daneben benommen", zudem würden sich die Fachschaften mit dem Glühwein- und Waffelverkauf Geld für gemeinsame Unternehmungen und Aktionen dazuverdienen. Das würde nun wegfallen.

Wer vormittags Alkohol trinken wolle, könne dies theoretisch auch in der Uni-Kneipe oder im Uni-Kiosk tun, so Goudi. Insofern sein das Trinkverbot "inkonsequent".

"Wein ab drei" das neue "kein Bier vor vier"?

Andere Universitäten in Nordrhein-Westfalen haben ähnliche Erfahrungen nicht gemacht. Dort amüsiert man sich eher über die Lage in Wuppertal. "Wein ab drei" sei das neue "kein Bier vor vier", hieß es süffisant auf eine Anfrage des WDR. So gebe es an den Universitäten in Bochum, Münster, Köln und Düsseldorf beispielsweise keinen dauerhaften Verkauf von Glühwein.

Lediglich im Vorfeld der Wahlen für das Studentenparlament habe es an vereinzelten Plätzen und für wenige Stunden einen Verkauf von Waffeln und Glühwein gegeben. Zwischenfälle waren den abgefragten Universitäten aber nicht bekannt.

Stand: 19.12.2019, 19:57

Weitere Themen