Projekt der Bergischen Uni: Besserer Schutz für Events

Rückenansicht eines Security-Mitarbeiters im Fußballstadion

Projekt der Bergischen Uni: Besserer Schutz für Events

Von Helge Rosenkranz

  • Kaum feste Regeln in der Sicherheitsbranche
  • Bergische Uni stellt Projektergebnisse vor
  • Vorbereitung auf den Job soll verbessert werden

Seit dem Duisburger Love-Parade-Unglück im Jahr 2010 widmet sich die Bergische Universität Wuppertal der Sicherheit bei Veranstaltungen. Im Rahmen eines Projekts hat sich der Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz mit privaten Ordnungsdiensten befasst. Am Dienstag (22.10.2019) wurden die Forschungsergebnisse in der Historischen Stadthalle bei einer Abschlusstagung präsentiert.

Kein guter Ruf

Tagung zum Thema Sicherheit in der Historischen Stadthalle

Tagung zum Thema Sicherheit in der Historischen Stadthalle

Vor allem dann, wenn viele Mernschen zum Fußball gehen, an einem Stadtlauf teilnehmen oder ein Festival besuchen, sind meist private Sicherheitsdienste dabei. Sie sollen das Gelände absichern, Besucherströme kanalisieren und bei Konflikten eingreifen.
Die Forscher der Bergischen Uni fanden heraus: Die privaten Sicherheitsdienste haben in der Öffentlichkeit meist keinen guten Ruf.

Schlechte Ausbildung, schlechte Bezahlung

Bisher reichte bei vielen privaten Sicherheitsdiensten eine achtstündige Schulung, um bei einer Veranstaltung als Ordnerin oder Ordner eingesetzt zu werden. Die Bezahlung orientiert sich nicht selten am Mindestlohn für die Branche. Nur wenige Mitarbeiter bleiben längere Zeit.

Dabei gehe es heute um viel mehr als nur ums Bewachen, sagen die Wuppertaler Forscher. Sondern um die wesentlichen Fragen: Wer kann die Sicherheitslage bei größeren Veranstaltungen bewerten? Wie werden Konflikte gelöst?

Bessere Schulungen

Mit dem Projekt wollen die Wissenschaftler erreichen, dass bald professionelle Standards für die Branche gelten. Mit gut ausgebildeten, selbstbewussten Mitarbeitern, die mit den rechtlichen Bedingungen von Veranstaltungen vertraut sind.

Die Forscher empfehlen mindestens mehrtätige Schulungen für Mitarbeiter mit viel Praxisanteil und ein neues Bewusstsein. Der Job im Sicherheitsdienst sei wichtig, ständiges Verbessern notwendig.

Stand: 22.10.2019, 16:24