Unfall mit fünf Toten: Kein Beweis für illegales Rennen

Rettungswagen an einer Unfallstelle

Unfall mit fünf Toten: Kein Beweis für illegales Rennen

  • Ursache für Unfall mit fünf Toten in Stolberg geklärt
  • Raser wollte Radarfalle ausweichen
  • Ob er ein illegales Rennen fuhr, wird noch ermittelt

Bei dem schweren Unfall vor Weihnachten mit fünf Toten in Stolberg bei Aachen prüft die Polizei weiter, ob ein illegales Autorennen eine Rolle gespielt hat. Nach bisherigen Zeugenvernehmungen gebe es keinen schlüssigen Beweis dafür, sagte Polizeisprecher Paul Kemen am Montag (07.01.2019). Es stünden aber noch weitere Vernehmungen an.

Die Ursache für den Unfall ist allerdings weitgehend geklärt: Ein Autofahrer soll durch ein Ausweichmanöver vor einem Blitzer das Unglück verursacht haben. Demnach sei der 20 Jahre alte Fahrer aus Herzogenrath mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen.

20-Jähriger fuhr in den Gegenverkehr

An einer Radaranlage habe er dann einen Schlenker auf die Gegenspur gemacht, um den Kontakt zum Blitzer in der Fahrbahn zu umfahren. Dort prallte er gegen ein anderes Auto, in dem eine 44 Jahre alte Mutter und ihre beiden Kinder, 16 und 17 Jahre alt, getötet wurden.

Der Unfall-Verursacher und eine 20 Jahre alte Mitfahrerin überlebten den Unfall. Seine 21 Jahre alte Beifahrerin war auf der Stelle tot, ein 22-jähriger Mitfahrer erlag zwei Tage später seinen schweren Verletzungen.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Gegen den Unfallverursacher wird nach Polizeiangaben wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Der Unfallfahrer und auch der Mitfahrer konnten noch nicht zum Unfallhergang befragt werden.

In den sozialen Netzwerken war die Behauptung aufgekommen, dem Unfall sei ein illegales Rennen vorausgegangen. Die Polizei versucht nun, den Absender enstprechender Botschaften zu ermitteln.

Ursache geklärt für Unfall mit 5 Toten WDR aktuell 04.01.2019 00:27 Min. Verfügbar bis 04.01.2020 WDR

Stand: 04.01.2019, 13:28