Auf einem zerstörten PKW liegt eine große Skulptur einer Pusteblume, Teile der Skulptur ragen durch die Windschutzscheibe.

Auto rammt riesige Pusteblume aus Metall in Bergneustadt

Stand: 16.01.2022, 15:04 Uhr

Bei einem Unfall in Bergneustadt hat ein Autofahrer mit seinem Wagen eine Skulptur in Form einer riesigen Pusteblume gerammt. Offenbar war der Mann alkoholisiert - und wurde per Haftbefehl gesucht.

Bei einem Verkehrsunfall in Bergneustadt (Oberbergischer Kreis) ist in der Nacht zu Sonntag hoher Sachschaden entstanden, als ein Auto mit einer Skulptur aus Metall kollidierte. Als die Polizei den Unfall aufnahm, soll der Fahrer versucht haben, die Beamten anzugreifen, wie die Behörde am Sonntag mitteilte.

Offenbar war der Mann alkoholisiert. Zudem soll er bereits an einem Unfall beteiligt gewesen sein, der sich zuvor ereignet hatte. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der 30-Jährige per Haftbefehl gesucht wird.

Unfallwagen am Sonntag geborgen

Ein zerstörtes Auto auf einem Abschleppwagen.

Zu dem Unfall am späten Samstagabend kam es laut Polizei, als der Autofahrer aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er fuhr daraufhin auf eine Verkehrsinsel, auf der eine Skulptur aus Metall in Form einer riesigen Sonnenblume steht, die der Wagen rammte.

Dabei verkeilte sich das Auto so stark zwischen den Metallstangen der Skulptur, dass es in der Nacht nicht mehr geborgen werden konnte. Entgegen der ersten Planung wurde nicht nur das Unfallfahrzeug dann am Sonntag geborgen. Auch die "Pusteblume" wurde abgerissen.

Die zerstörte Pusteblume neben einem Bagger.

Monteure demontieren dazu jedes einzelne Wappen der zahlreichen "Neustädte", dabei kam auch ein Bagger zum Einsatz. Nach Angaben der Polizei wurde dieser Schritt aus Sicherheitsgründen nötig. Bei dem Unfall wurde am Samstagabend die Unterkonstruktion der etwa 10 Jahre alten Skulptur aus dem Fundament gerissen. Der Schaden ist nach vorsichtiger Einschätzung der Polizei sechsstellig.

30-Jähriger versucht Polizisten anzugreifen

Im Rahmen der Unfallaufnahme versuchte der Fahrer des Wagens laut Polizei die Beamten anzugreifen. Er wurde daraufhin festgenommen und in die Polizeiwache in Gummersbach gebracht. Dort wurde dem offenbar alkoholisierten Mann eine Blutprobe entnommen.

Ermittlungen ergaben, dass der Wagen, den der 30-Jährige fuhr, schon an einem anderen Unfall in Nümbrecht am selben Abend beteiligt war. Dort war das Fahrzeug beim Rückwärtsfahren mit einem geparkten Auto zusammengestoßen. Der Fahrer beging danach Unfallflucht.