Shell in Köln-Godorf nach neuem Leck in der Kritik

Die Shelltankstelle an der Godorfer Hauptstraße wird von Schornsteinen und Kühltürmen der Rheinland Raffinerie überragt

Shell in Köln-Godorf nach neuem Leck in der Kritik

  • BUND sieht Verantwortung bei Shell
  • Pipeline im Kölner Süden hätte öfter kontrolliert werden müssen
  • Shell weist Vorwürfe zurück

Der Umweltverband BUND kritisiert die Sicherheitsvorkehrungen bei Shell in Köln-Godorf. Das Unternehmen hatte nach eigenen Angaben vergangenen Monat (April 2020) zufällig ein Leck in einer 60 Jahre alten Pipeline entdeckt.

Die hätte nach Ansicht des BUND häufiger kontrolliert werden müssen.

Leck lange unbemerkt

Shell hatte das Loch in der Öl-Leitung nach eigenen Angaben zufällig im April 2020 entdeckt. Offenbar sind längere Zeit unbemerkt größere Mengen Gasöl ins Erdreich und ins Grundwasser gelaufen. 

Der TÜV Rheinland hatte die Pipeline zuletzt im Jahr 2016 überprüft, aber keine Mängel gefunden. Die nächste Prüfung war erst 2021 vorgesehen.

Shell weist Vorwürfe zurück

Der Abstand zwischen den Sicherheitsüberprüfungen sei bei einer so alten Pipeline zu groß, kritisiert der BUND. Außerdem dürfe nicht immer der TÜV Rheinland als Prüfer eingesetzt werden.

Um die Unabhängigkeit der Untersuchungen zu garantieren, müsse Shell auch andere Prüfer beauftragen. Shell weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen halte sich an die Sicherheitsvorschriften.

Stand: 25.05.2020, 17:25