Prozess Hambacher Forst: Umweltaktivisten wieder auf freiem Fuß

Prozess Hambacher Forst: Umweltaktivisten wieder auf freiem Fuß

  • Vorwurf: Widerstand gegen Polizeibeamte
  • Drei von vier Angeklagten aus Untersuchungshaft entlassen
  • Aktivisten nennen ihre Namen nicht

Das Amtsgericht Kerpen hat am Donnerstag (15.03.2018) drei von vier Umweltaktivisten aus dem Hambacher Forst wieder aus der Untersuchungshaft freigelassen. Gegen zwei wird vor dem Jugendgericht weiter verhandelt, der Vorwurf gegen einen weiteren Beschuldigten konnte nicht erhärtet werden.

Polizist im Hambacher Forst

Angeklagt sind die Beschuldigten, weil sie Polizeibeamte bei der Räumung von Waldwegen im Januar attackiert haben sollen. Sie saßen seitdem in Untersuchungshaft, weil das Gericht Fluchtgefahr sah.

Der Prozess begann unter schwierigen Vorzeichen, denn das Gericht kennt weder die Namen, noch das Alter oder die Nationalität der Angeklagten - sie verweigern die Angaben dazu. Bei der Festnahme hatten sie nach Polizeiangaben sogar Handflächen und Fingerkuppen so verklebt, dass keine Fingerabdrücke genommen werden konnten.

Dutzende Solidaritätsbekundungen

Während des Prozesses gab es Proteste von Braunkohlegegnern. Schon in den vergangenen Wochen fanden dutzende Solidaritätskundgebungen für die Gefangenen statt. Hunderte Menschen gingen bundesweit auf die Straße.

Stand: 15.03.2018, 16:50