Krefelder Kleingärtner sollen mehr Nutzpflanzen anbauen

Blick aus der Vogelsperspekktive auf eine Kleingartenanlage

Krefelder Kleingärtner sollen mehr Nutzpflanzen anbauen

Die Stadt Krefeld will den rund 4.200 Kleingärtnern vorschreiben, dass sie künftig ein Drittel ihrer Gartenfläche mit Nutzpflanzen bestücken müssen, also zum Beispiel mit Gemüse oder Obst.

Mit der Ein-Drittel-Regel will die Stadt ein Urteil des Bundesgerichtshofs umsetzen. Bisher waren nur 15 Prozent Nutzpflanzen in den Kleingärten verpflichtend. Noch hat die Stadt ihre Garten- und Bauordnung dem BGH-Urteil aber noch nicht angepasst, deshalb hoffen die Krefelder Kleingärtner noch auf einen Kompromiss.

BGH lässt Ausnahmen zu

Und das nicht zu Unrecht. Denn der Bundesgerichtshof lässt Ausnahmen zu, etwa wenn der Garten überproportional groß ist. Der Krefelder Stadtverband der Kleingärtner argumentiert ähnlich: 15 Prozent an Nutzfläche seien ausreichend. Wer könne schon auf 100 Quadratmetern angebautes Gemüse selbst verzehren? Und: Kontrollen oder gar Abmahnungen bei Verstößen gegen die Ein-Drittel-Regel seien unmenschlich.

Stand: 18.08.2021, 12:42