Schleiden: Stadtrat diskutiert über Umbaupläne nach Schulbränden

Schleiden Gymnasium

Schleiden: Stadtrat diskutiert über Umbaupläne nach Schulbränden

Nach den drei Bränden im Gymnasium in Schleiden wird sich das Stadtbild voraussichtlich verändern. Die Pläne will der Stadtrat am Donnerstag (20.12.2018) verabschieden.

Sie sehen vor, dass der kleine Vorhof am Johannes-Sturmius-Gymnasium durch eine öffentliche Freifläche ersetzt wird, die sich an den Park anschließt und bis zum Ufer der Olef reicht. Als Ersatz für die zerstörte Stadtbibliothek soll eine neue Etage auf das Schulgebäude gesetzt werden, weitgehend aus Glas, mit Terrasse, einer Lounge-Zone und einem Aufzug. Die neue Aula soll auch eine moderne Bürgerhalle sein. Die Stadt hofft, dass das Land das Projekt fördert, dann müsste sie nur zehn Prozent der Kosten selbst zahlen.

Gutachten zur Schadenshöhe erst im April?

Die Höhe des Brandschadens steht derweil noch nicht fest. Bisher konnten Sachverständige das Gebäude nicht untersuchen - dafür muss es trocken sein. Deshalb wird im Moment mit Hochdruck daran gearbeitet, das Dach abzudichten. Die Aula ist zurzeit noch voller Schutt. Nach Angaben der Stadt kann es noch bis April dauern, bis ein Gutachten über die Schadenshöhe vorliegt.

Polizei verstärkt Fahndung

Obwohl schon mit Fotos und Videos einer Überwachungskamera nach dem Brandstifter gefahndet wird, hat die Polizei keine heiße Spur. Deshalb will sie nun die Bürger gezielt ansprechen. Da der Unbekannte schon dreimal zugeschlagen hat, ist ein privater Sicherheitsdienst im Einsatz; neue Kameras wurden installiert. Bei dem Großbrand am 16.11.2018 waren Gebäude der Schule massiv beschädigt worden, so dass sie nicht mehr nutzbar waren. Der gesamte Dachstuhl des vorderen Gebäudes der Schule wurde zerstört. Am 4.12. brannte es erneut.

Stand: 17.12.2018, 09:53