Flugbegleiter: Diese Woche keine Warnstreiks mehr

Mehrere Eurowings-Maschinen stehen auf einem Flughafen.

Flugbegleiter: Diese Woche keine Warnstreiks mehr

  • Warnstreik der Flugbegleiter traf vor allem Köln und Düsseldorf
  • Ein Drittel der Ausfälle an NRW-Airports
  • Diese Woche keine Warnstreiks mehr

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO will in der laufenden Woche auf weitere Warnstreiks bei der Lufthansa verzichten. Das verkündete UFO-Vize-Chef Daniel Flohr am Montag (21.10.2019) in Frankfurt. Am Sonntag hatte die Gewerkschaft über einen Zeitraum von 19 Stunden vier Tochtergesellschaften der Lufthansa bestreikt.

Der Ausstand hatte starke Auswirkungen auf den Flugplan in NRW. Vor allem an den Flughäfen Köln und Düsseldorf kam es zu Ausfällen. Am Montag lief der Betrieb nach Aussage einer Eurowings-Sprecherin wieder weitgehend nach Plan. Eurowings war eine der vier betroffenen Lufthansa-Töchter.

Keine Nachwirkungen am Montag

Bundesweit fielen rund 100 Starts aus, etwa ein Drittel davon an den NRW-Airports Köln/Bonn, Düsseldorf und Dortmund. Sprecher dieser Flughäfen bestätigten, dass es bei ihnen am Montag bisher keine Nachwirkungen der Warnstreiks gegeben habe.

Bilanz UFO-Streik WDR aktuell 21.10.2019 00:28 Min. Verfügbar bis 21.10.2020 WDR

Kaum Probleme an Regionalflughäfen

Am Regionalflughafen Paderborn-Lippstadt war laut einem Sprecher am Sonntag nur eine einzige Verbindung gestrichen worden, in Münster-Osnabrück lief alles nach Plan. Betroffen waren die Gesellschaften Eurowings, Germanwings und Lufthansa Cityline. Die ebenfalls bestreikte Gesellschaft Sunexpress teilte dem WDR mit, man habe alle Flüge wie geplant durchführen können.

Die Gewerkschaft UFO bezeichnete den Ausstand als Erfolg. Etwa 1.000 Flugbegleiter hätten sich beteiligt, sagte Gewerkschaftssprecher Nicoley Baublies dem WDR.

Tiefes Zerwürfnis zwischen Lufthansa und UFO

Nach Angaben von UFO geht es um Gehaltserhöhungen, betriebliche Altersvorsorge und Teilzeitregelungen bei den Lufthansa-Töchtern. Bis zum 1. November läuft eine Urabstimmung über unbefristete Streiks. Die Lufthansa bewertet die UFO-Warnstreiks als rechtswidrig und hat Teilnehmern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht. Das Unternehmen erkennt den UFO-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen.

Stand: 21.10.2019, 12:45

Kommentare zum Thema

2 Kommentare

  • 2 Rheinflug 21.10.2019, 19:04 Uhr

    Die Machtgeilen Funktionäre der UFO zum Teufel jagen! Gerichtlich verbieten lassen ist ok. Es gibt dann ja immer noch vier Gewerkschaften die sich für die Flugbegleiter zuständig fühlen :-)

  • 1 Malte 21.10.2019, 18:54 Uhr

    Schade, ich hatte schon geglaubt die würden endlich mit dem CO2 einsparen beginnen.