Wuppertal: Traum vom Busfahren endet tragisch

Wuppertal: Traum vom Busfahren endet tragisch

  • Linienbusse ohne Erlaubnis gefahren
  • Kollege hat Jugendlichen offenbar gedeckt
  • WSW wollen Fahrtberechtigungen überarbeiten

Ein 17-Jähriger Auszubildender der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) ist mehrfach mit Linienbussen im öffentlichen Verkehr gefahren, ohne dafür eine Fahrtberechtigung zu haben. Als diese illegalen Fahrten aufflogen, nahm er sich das Leben.

Wie die Stadtwerke am Mittwoch (11.04.2018) mitteilten, soll der Jugendliche dabei auch Schichten für einen anderen Busfahrer übernommen haben. Es war wohl immer der Traum des jungen Mannes gewesen, einmal Busfahrer zu werden. Die WSW reagierten geschockt auf den Vorfall.

Kollege wusste von unerlaubten Fahrten

Der junge Mann habe auch deswegen unbemerkt mit den Bussen im Verkehr unterwegs sein können, weil ein älterer Kollege ihn habe fahren lassen, sagte der Sprecher der Stadtwerke, Holger Stephan. Der Mann sei inzwischen nicht mehr im Unternehmen.

Dienstausweis sah aus wie Fahrtberechtigung

Ein weiteres Problem seien die Ausweise für die Fahrtberechtigung, sagte Stephan. "Die sehen dem Dienstausweis sehr ähnlich." Je nach dem, wie man den Dienstausweis vorzeige, könne dieser optisch auch wie Fahrtberechtigung aussehen.

Die WSW wollen die Ausweise für die Fahrtberechtigungen jetzt so ändern, dass sie sich deutlicher von den Dienstausweisen unterscheiden.

Stand: 11.04.2018, 16:56